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Neuer Abiturstandort

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Schuldezernent Christel Fleischmann stellt im Kreistag seinen Schulentwicklungsplan vor. Damit könnte Griesheim aufgewertet werden, in Dieburg hingegen sollen die Gymnasiumplätze begrenzt werden.

Die Stadt Griesheim steht offenbar kurz vor der Aufwertung zum Abiturstandort. Im Osten des Kreises Darmstadt-Dieburg dagegen soll es erstmals eine Kapazitätsbegrenzung am Dieburger Alfred-Delp-Oberstufengymnasium geben, damit die Abiturstandorte Groß-Umstadt (Max-Plack-Schule) und Groß-Bieberau (Albert-Einstein-Schule) vor dem Ausbluten geschützt werden. Diese Ziele nannte Schuldezernent Christel Fleischmann (Grüne) am Montag bei der Vorstellung seines Schulentwicklungsplans im Kreistag.

Fleischmanns Leitlinien, die auch eine Wiedereinführung des um ein Jahr verlängerten Abiturwegs G?9 in Alsbach-Hähnlein, Babenhausen und Reinheim vorsehen, werden in den kommenden Wochen in verschiedenen Gremien diskutiert, bevor das Kreisparlament das Papier kurz vor Weihnachten zur Genehmigung ans Kultusministerium in Wiesbaden weiterreicht. Unter anderem haben nun alle 81 Schulen, die Kommunen, einige Verbände, der Kreisschülerrat und der Kreiselternbeirat das Wort.

„Die Griesheimer Gerhart-Hauptmann-Schule soll schon zum nächsten Schuljahr zur Abitur-Schule werden“, präzisierte Fleischmann nach der Sitzung. Er rechne damit, dass sich nach Genehmigung in Wiesbaden schon zum Schuljahr 2011/12 deutlich mehr als 50 Jugendliche für die neue Jahrgangsstufe elf anmelden. Diese Schüler dürften dann vor allem der Darmstädter Bertold-Brecht-Schule verloren gehen.

Die Kapazitätsbegrenzung am Alfred-Delp-Oberstufengymnasium in Dieburg soll unterdessen zum Schuljahr 2012/13 greifen. „Das entscheidet das Kreisparlament“, sagt Fleischmann. Während bisher in Spitzenzeiten Jahrgangsbreiten von 300 Jugendlichen an den Start gingen, sollen es nun nur noch maximal 225 sein. „Allerdings sollen alle Kinder aus den Verbundschulen in Münster, Dieburg und Groß-Zimmern aufgenommen werden.“

G9 in Alsbach-Hähnlein

Recht schnell dürfte auch die Umwandlung der Melibokusschule Alsbach-Hähnlein in einen G?9-Standort vorangehen. Geprüft wird noch, ob die Alsbach-Hähnleiner sich zugleich von einer Kooperativen Gesamtschule mit getrennten Schulzweigen in eine Integrierte Gesamtschule (IGS) mit Kurssystem umwandeln. Dieses Modell fährt seit jeher beispielsweise die Ober-Ramstädter Lichtenbergschule.

Ein heißes Eisen bleibt derweil die Joachim-Schumann-Schule in Babenhausen, für die ein Sondermodell diskutiert wird: Ein G?8-Zweig mit Turbo-Abitur soll parallel zu einem IGS-(G?9)-Zweig laufen. ( sami)

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