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Neue Rheinstraßenbrücke kündigt sich in Darmstadt an

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Von: Annette Schlegl

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So soll die neue Rheinstraßenbrücke in Darmstadt aussehen.
So soll die neue Rheinstraßenbrücke in Darmstadt aussehen. © Knight Architects

Die Rheinstraßenbrücke in Darmstadt wird 2023 neu gebaut. Im Vorfeld sind aber Umbauten an Verkehrsknotenpunkten notwendig, die nun am 1. September beginnen.

Die Rheinstraßenbrücke, die in Darmstadt über die Hauptbahnhofgleise führt, ist in einem sehr kritischen Zustand. Sie soll neu gebaut und dabei verbreitert und höher gesetzt werden. Der 2023 avisierte Neubau sei eines der komplexesten, zeitkritischsten und größten Verkehrsprojekte der Stadt, welches „oberste Priorität hat“, so Stadtrat Michael Kolmer (Grüne).

Der Zustand der Rheinstraßenbrücke werde aktuell mit der Note 3,9 bewertet. Ab Note 4,0 wäre sie nach den geltenden Richtlinien für den Verkehr zu sperren. Halbjährlich laufen Sonderprüfungen, um auf mögliche Veränderungen schnell reagieren zu können.

Am 1. September beginnen nun die Vorbereitungen für den Einbahnstraßenring. Dieser ist notwendig, um den Verkehr während des Neubaus stadtein- und stadtauswärts aufrechtzuerhalten und über die Umleitung abzuwickeln. „Wenn wir die Brücke vor Fertigstellung des Einbahnstraßenrings sperren müssten, hätte das drastische Folgen für den Verkehr in ganz Darmstadt“, erklärt Kolmer.

Zur Sicherstellung der geänderten Verkehrsführung während des Neubaus sind Umbauten an Knotenpunkten entlang der Rheinstraße zwischen der „Deutsche-Telekom-Allee“ und der „Berliner Allee“ sowie Verbreiterungen von Straßen erforderlich. Im Rahmen dieser Vorabmaßnahmen werden Bushaltestellen eingerichtet und an der Straße „Am Kavalleriesand“ wird ein gemeinsamer Geh- und Radweg entlang der Bahnstrecke ausgebaut. Da im Zuge des Einbahnstraßenrings auf der Hilpertstraße mehr Verkehr zu erwarten ist, wird diese zwischen der Straße „Am Kavalleriesand“ und der „Deutsche-Telekom-Allee“ umgebaut“.

Laut Stadt werden die Vorabarbeiten für den Einbahnstraßenring sukzessive nacheinander ausgeführt und laufen etwa bis zum März 2023. Sie kosten geschätzt rund 1,55 Millionen Euro.

Die ebenfalls im Vorlauf geplanten Kanalbauarbeiten sollen im Frühjahr 2023 beginnen. Um die Entwässerung der um 20 Meter breiteren Brücke gewährleisten zu können, muss der Kanal bis zu den Knotenpunkten Am Kavalleriesand und Berliner Allee größer dimensioniert werden.

Die Rheinstraßenbrücke wurde in den Jahren 1910 bis 1912 erbaut. Sie steht aus technischen, baukünstlerischen und städtebaulichen Gründen unter Denkmalschutz. ann

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