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Lob für neue Pläne zum Stadion

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Steuerzahlerbund begrüßt Suche nach Investoren.

Der Bund der Steuerzahler (BdSt) Hessen ist positiv überrascht, dass für den Stadionbau in Darmstadt nun doch private Investoren mit ins Boot geholt werden sollen. So überlegt Fußball-Bundesligist Darmstadt 98 angesichts rechtlicher Schwierigkeiten, beim geplanten Ausbau des Stadions am Böllenfalltor nicht mehr auf die Stadt zu vertrauen, sondern gemeinsam mit Privaten eine neue Arena zu bauen.

„Profisport nicht Sache des Staats“

„Offenbar ging man in Darmstadt jahrelang wie selbstverständlich davon aus, dass die öffentliche Hand ein modernes Stadion für die Lilien finanzieren soll. Da ist es schon bemerkenswert, dass andere Geldgeber erst jetzt, wo es am Traditionsstandort zu Problemen kommt, ernsthaft als Alternative in Betracht gezogen werden. Weil eine private Finanzierung aus Steuerzahlersicht natürlich zu begrüßen ist, hätte die Investorensuche eigentlich am Anfang der Planungen stehen müssen“, erklärt Joachim Papendick, Vorsitzender des hessischen Steuerzahlerbunds.

Der BdSt Hessen spricht sich generell gegen die Finanzierung von Profisport-Arenen aus Steuermitteln aus. „In Darmstadt hätte man aus finanziellen Desastern wie beim Offenbacher Stadion schon frühzeitig die richtigen Schlüsse ziehen sollen. Der Staat muss sich aus dem schwer vorhersehbaren Profisport weitgehend heraushalten. Dass nun über die Beteiligung privater Investoren nachgedacht wird, ist ein richtiger Schritt. Schade nur, dass dieser erst jetzt kommt und vom Verein ausgeht. Auf diese Idee hätte doch die Stadt schon viel eher kommen müssen“, so Papendick. (ers)

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