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Neue Kita bringt Entlastung für Eltern

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Mittagessen in einer Kita
Mittagessen in einer Kita © Andreas Arnold

Draußen dominieren noch Erdhügel und Pfützen das Bild, drinnen wird schon gespielt, gekrabbelt und getobt: Gerade hat das Kinderhaus der Technischen Universität auf der Lichtwiese eröffnet

Zunächst 15 Kinder besuchen die neue Einrichtung. Nach einer vierwöchigen Eingewöhnung kommen die nächsten dazu. 40 Krippenplätze für Kinder ab sechs Monate werden so nach und nach gefüllt. „Und dann steigt die Einweihungsfeier“, versprach TU-Kanzler Manfred Efinger am Dienstag bei einem Rundgang durch das gerade fertiggestellte Gebäude.

Rund ein Jahr lang wurde gebaut. Mit dem Ergebnis sind alle Beteiligten zufrieden. „Hier wurde Wert auf eine großzügige und offene Planung gelegt“, sagt Kinderhaus-Leiterin Birgit Roth. Sind alle 40 Kinder da, werden sie von insgesamt zwölf Erzieherinnen betreut. Hinzu kommen zwei Hauswirtschaftskräfte. Ab Anfang nächsten Jahres werden zudem die 20 bis 25 Kinder des Waldkindergartens das Haus als Basisstation nutzen. „Aber wir wollen den Betrieb jetzt erstmal nach und nach anlaufen lassen“, sagt Roth.

Flexible Betreuungszeiten

So werden die kleinen Besucher momentan noch gegen Mittag abgeholt. Aber die Anfangszeit, in der die Eltern noch die ganze Zeit mit dabei waren, ist bereits vorbei. In der kommenden Woche wird dann erstmals gemeinsam zu Mittag gegessen und Mittagsschlaf gehalten – dafür stehen im oberen Geschoss schon die Schlaflandschaften bereit. Läuft das Kinderhaus auf vollen Touren, ist eine Betreuung von 7.30 bis 17.30 Uhr gewährleistet.

Die Eltern können zwischen sechs, sieben oder mehr Stunden Betreuungszeit wählen. „Das ist ideal“, schwärmt Natalie Thompson. Die Architekturstudentin aus Kanada freut sich, dass sie für ihre elf Monate alte Tochter Sofia einen Platz im Kinderhaus ergattert hat. „Mir gefällt die freundliche und familiäre Atmosphäre. Auch die lange Eingewöhnung finde ich gut.“

Dass drei der neun Erzieherinnen englische Muttersprachlerinnen sind, hat bei ihrer Entscheidung für das Kinderhaus keine Rolle gespielt. „Ich bin einfach nur froh, einen Platz für Sofia zu haben, aber natürlich finde ich das englische Sprachangebot toll“, sagt die junge Mutter, die sich jetzt auf ihre Studium konzentrieren kann. „Wir sind ja bereits als familienfreundliche Hochschule zertifiziert. Aber gerade bei der Betreuung der Kleinsten hatten wir Nachholbedarf“, sagt Manfred Efinger. Mit dem Kinderhaus sei ein wichtiger Schritt getan worden, damit Eltern Studium oder Beruf besser mit dem Familienleben vereinbaren könnten. Deshalb ist ein Teil der Plätze Kindern von Mitarbeitern und Studierenden der TU vorbehalten.

Drei Millionen Euro haben TU, Stadt, Land und Bund in den Bau investiert. Der Betrieb wird durch städtische Zuschüsse, Elternbeiträge sowie TU-Mittel sichergestellt. Bis zum Frühjahr soll nicht nur der Innenbereich komplettiert werden, sondern auch die 600 Quadratmeter große Außenanlage mit Spielgeräten, Garten und einer Bobby-Car-Strecke fertig sein. (eda)

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