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Netzwerk gegen Rechts startet

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Das im vergangenen Jahr vom Kreistag beschlossene Netzwerk gegen Rechtsextremismus soll auf aktuelle Entwicklungen eingehen und Lösungswege anbieten. Zum ersten Netzwerktreffen hat das Integrationsbüro für Donnerstag, 15. Januar, ins Landratsamt eingeladen.

"Wir dulden keine fremdenfeindlichen Ressentiments, keine Diskriminierung und Ausgrenzung von bestimmten Gruppen und Religionen“, sagt Landrat Thomas Will (SPD). „Besonders Jugendliche sind für rechtsextreme Ideologien stark zugänglich und stellen eine der wichtigsten Zielgruppen der Rechtsextremisten dar“, so Will.

Das im vergangenen Jahr vom Kreistag beschlossene Netzwerk gegen Rechtsextremismus soll nun auf aktuelle Entwicklungen eingehen und Lösungswege anbieten. Der Blick geht insoweit über die deutsche Neonazi-Szene hinaus: „Wir stellen auch in Zuwanderergruppen zunehmend rechtsextremistische und rassistische Aktivitäten fest“, sagt Sedat Cakir, Leiter des Kreis-Integrationsbüros.

Das Netzwerk will daher antirassistische Projekte im Kreis finanziell fördern, außerdem Infoveranstaltungen mit Wissenschaftlern und Experten ermöglichen. „Dadurch erfahren demokratische Ideen im Kreis insgesamt eine Aufwertung“, so Cakir.

Zum ersten Netzwerktreffen hat das Integrationsbüro für Donnerstag, 15. Januar, ins Landratsamt eingeladen. Nach Auskunft von Cakir liegen bereits 100 Anmeldungen vor. Migrantenvereine werden bei dem um 18.30 Uhr beginnenden Treffen ebenso vertreten sein wie die Führungsspitze der Polizei, Parteien, (Sport-)Vereine, Feuerwehr und Schulen.

Dabei wird es in erster Linie darum gehen, die vorhandenen Aktivitäten zu bündeln und inhaltlich abzustimmen. Diskutiert werden das „Aktionsbündnis gegen Rechts“ der Kreisstadt Groß-Gerau und außerdem das Offenbacher Netzwerk „Bunt statt Braun“. (ers)

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