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Netto räumt Fehler ein

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Personelle Konsequenzen kündigt die Supermarktkette an, nachdem beim verkaufsoffenen Sonntag in Roßdorf ein jugendlicher Testkäufer eine Flasche Wodka kaufen konnte. Die Angestellten seien eigentlich besonders geschult, sagte eine Unternehmenssprecherin.

Dass beim verkaufsoffenen Sonntag zum Ortskernfest im Netto-Getränkemarkt in Roßdorf eine Flasche Wodka an einen Minderjährigen verkauft wurde, nennt Unternehmenssprecherin Christina Stylianou einen „gravierenden Fehler“, der nicht hätte passieren dürfen. Der Discounter kündigt auf Nachfrage „personelle Konsequenzen“ an. „Die Art steht aber noch nicht fest“, sagt Stylianou.

Dass das Ordnungsamt der Gemeinde nach dem Testkauf, wie es Bürgermeisterin Christel Sprößler (SPD) ausgedrückt hatte, dann allerdings sowohl den Getränke- als auch den separaten Lebensmittelmarkt – geschlossen habe, sei schon ein „großer Schritt“ gewesen, der einen wirtschaftlichen Einschnitt für das Unternehmen bedeute. Dennoch wolle niemand diesen Fehler kleinreden, sagt Stylianou.

„Wir haben eine Fürsorgepflicht den Jugendlichen gegenüber“, sagt sie. Deshalb habe Netto auch ein spezielles Scanner-System für die Kassen eingeführt. Dieses zeige beim Einscannen der Ware an, ob ein Produkt erst ab 16 oder 18 Jahren verkauft werden darf – im Display der Kasse sowie mit einem akustischen Signal. Um darauf zu achten, werden die Mitarbeiter regelmäßig geschult, so Stylianou. Erst vor kurzem sei dies auch in Roßdorf der Fall gewesen. „Umso mehr trifft es uns, dass so ein gravierender Fehler dort passiert, wo wir erst eine Schulung hatten.“ ( bach)

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