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Keine Vertragsverlängerung

Nachfolge im Darmstadtium offen

Der Vertrag des Geschäftsführers Krumrey wurde bisher nicht verlängert. Die CDU schätzt den Manager. Von Frank W. Methlow

Von FRANK W. METHLOW

Die Zeit nach Klaus Krumrey im Kongresszentrum Darmstadtium bleibt weiter unklar. Eine ursprünglich geplante Entscheidung des Aufsichtsrates über eine Vertragsverlängerung für den erfolgreichen Geschäftsführer gab es in der Sitzung am Dienstag nicht. Der Punkt sei nicht aufgerufen worden, heißt es dazu aus Teilnehmerkreisen. Hinter der lapidaren Feststellung verbirgt sich ein Dissens über die Nachfolgefrage.

Krumrey selbst wollte dazu keinerlei Stellungnahme abgeben. Der Vertrag des Kulturmanagers läuft noch bis zum 31. Januar 2010. Aufsichtsratsmitglied und Oberbürgermeister Walter Hoffmann (SPD) hatte bereits zu erkennen gegeben, dass die Stadt an einer etwa eineinhalbjährigen Verlängerung für Krumrey interessiert ist. Da der 67-Jährige trotz seines Alters in der Branche gefragt ist, hat der Aufsichtsrat höchstens noch bis zu den Sommerferien Zeit für eine Entscheidung. Das sieht auch die oppositionelle CDU so. "Im Grunde müsste die Suche nach einem Nachfolger schon aktiv laufen", sagt der Darmstädter CDU-Geschäftsführer und Stadtverordnete Ctirad Kotoucek.

Für seinen Fraktionsvorsitzenden und Landtagsabgeordneten Rafael Reißer steht in der Nachfolgefrage an erster Stelle, "dass es einen sauberen Übergang gibt, der nachvollziehbar und keine Kungelrunde ist". Auch Reißer bescheinigt Krumrey, dass er "das ganze Durcheinander seines Vorgängers professionell aufgeräumt hat". Deshalb erhebt die CDU auch keine Einwände gegen eine mögliche Vertragsverlängerung für Krumrey. Reißer: "Der Mann ist fähig."

Ähnlich offen äußert sich Reißer zur Nachfolgefrage. Dabei spiele es für ihn keine Rolle, ob nun ein Mann oder eine Frau kommt, "entscheidend ist, dass ein Nachfolger die schwierige Aufgabe stemmen kann". Dieses Kriterium gelte auch für die Frage, ob ein neuer Manager von außen oder aus dem aktuellen Team des Darmstadtiums komme.

Bilanzen angemahnt

Kritisch geht Rafael Reißer mit dem Magistrat um. Wer mehr als drei Millionen Euro Subventionen für das Darmstadtium fordere, müsse Offenheit zeigen. Reißer: "Noch aber fehlen die Bilanzen von 2007 und 2008."

Derweil hat Klaus Krumrey immer noch mit Baumängeln zu kämpfen. Bei einem Einbruch über das Terrassendach in der Nacht zum Freitag öffneten die Täter eine Feuerwehr-Steigleitung. Die Menge des ausströmenden Wassers war so gewaltig, dass es sogar aus dem Gebäude hinaus über den Vorplatz in die Darmbach-Rinne floss. Krumrey will eine motivierte Tat nicht völlig ausschließen: "Das Darmstadtium ist für viele noch ein ungeliebtes Objekt." An der Fluchtleiter, über die die Täter auf das Dach gelangten, werden derzeit Kameras angebracht. Das Ausmaß des Schadens wird auf 70 000 Euro geschätzt. Sollte das Parkett sich aufwölben, sei mit einer deutlich höheren Schadensumme zu rechnen, sagt Krumrey.

Der Betrieb selbst nahm keinen Schaden. Veranstaltungen in den betroffenen Räumen konnten in andere Räume umgebucht werden. Die Polizei gehe vorhandenen Spuren nach, habe aber bisher keinen konkreten Tatverdacht, erklärte der Pressesprecher des Polizeipräsidiums Südhessen, Ferdinand Derigs.

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