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Nach Übergriffen mehr Polizei

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700.000 Besucher werden zum Heinerfest in Darmstadt erwartet.
700.000 Besucher werden zum Heinerfest in Darmstadt erwartet. © dpa

Die sexuellen Belästigungen von Frauen beim Schlossgrabenfest in Darmstadt sollen sich beim Heinerfest nicht wiederholen. Die Polizei will Präsenz im Gedränge zeigen.

Das Heinerfest startet heute, am 30. Juni. Andrea Löb, Pressesprecherin des Polizeipräsidiums Südhessen, ist dennoch gelassen. „Wir sind gut vorbereitet“, sagt sie. Die Vorkommnisse des Schlossgrabenfests, als mindestens 26 junge Frauen sexuell belästigt worden sind, habe die Polizei in die Planung mit einbezogen. Zahlreiche Beamte würden in Zivil und auch in Uniform im Einsatz sein. Genaue Zahlen nennt die Polizei aber nicht.

Die Einsatzkräfte, vor allem die Bereitschaftspolizisten, die von außerhalb kommen, „werden besonders für das Thema sensibilisiert“, sagt Löb. So werde die Polizei vor allem dort Präsenz zeigen, wo das Gedränge erfahrungsgemäß besonders groß ist, „um sofort eingreifen zu können“.

Der Veranstalter rechnet für die fünf Veranstaltungstage mit 700 000 Besuchern. Löb appelliert, dass man sofort auf sich aufmerksam machen sollte, wenn man sich bedrängt fühlt oder Opfer eines Diebstahls geworden ist: entweder sofort Polizisten ansprechen, den Notruf 110 wählen oder andere Festbesucher auf sich aufmerksam machen. Anlaufstation ist zudem das 1. Polizeirevier in der Bismarckstraße 16. Sofern „Störergruppen“ ausgemacht werden, behalte sich die Polizei auch Platzverweise vor. Ferner werden auf dem Fest Alkoholkontrollen bei Jugendlichen durchgeführt. Zum eigenen Schutz als auch zur Dokumentation würden die Beamten mit Bodycams ausgestattet werden.

Sperrungen und Umleitungen

Anlässlich des Heinerfestes werden nach Angaben der Stadt folgende Straßen gesperrt: Landgraf-Georg-Straße (zwischen Schlossgraben und Merckstraße), Holzstraße (mit Ausnahme der Zufahrt zum Würthweg und zur Schustergasse), Schlossgraben, Alexanderstraße (ab Magdalenenstraße in westlicher Richtung mit Ausnahme der Zufahrten zur Schlossgarage und zur Tiefgarage Darmstadtium, zum Hessischen Baumanagement sowie zu den Hochschulinstituten in der Alexanderstraße), Merckstraße ab Erbacher Straße in südlicher Richtung, Lindenhofstraße sowie der Ost- und Westteil des Mercksplatzes.

Die Umleitungen erfolgen aus westlicher Richtung über Rheinstraße – Wilhelminenstraße – Hügelstraße – Nieder-Ramstädter Straße und Teichhaus- und Heinrichstraße. Für den Schwerverkehr erfolgt die Umleitung über Rheinstraße – Neckarstraße – Heidelberger Straße und Heinrichstraße. Umleitungen aus östlicher Richtung gibt es von der B 26 über Landgraf-Georg-Straße – Pützerstraße – Heinheimer Straße – Rhönring und über die Heinrichstraße zur Heidelberger Straße. Umleitungen aus südlicher Richtung erfolgen über Karlstraße – Heinrichstraße. Um die Lastkraftwagen besser zu verteilen, werden die Durchfahrtsverbote in der Heinrichstraße und im Fiedlerweg aufgehoben. (ers)

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