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Nach Hackerangriff in Darmstadt: Wieder Zugriff auf E-Mails

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Von: Jens Joachim

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Ein Tochterunternehmen des Darmstädter Versorgungsunternehmens Entega wurde Mitte Juni von Cyberkriminellen attackiert und bedroht.
Ein Tochterunternehmen des Darmstädter Versorgungsunternehmens Entega wurde Mitte Juni von Cyberkriminellen attackiert und bedroht. © Renate Hoyer

Nach der Cyberattacke auf den IT-Dienstleister des Energie-Versorgers Entega funktionieren die Systeme wieder. Eine Spezialeinheit der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt ermittelt weiter.

Dreieinhalb Wochen nach dem Hackerangriff auf den IT-Dienstleister Count and Care, einer Tochterfirma des kommunalen Versorgungsunternehmens Entega, funktionieren bei dem Darmstädter Unternehmen wieder alle Systeme. Dies gelte auch für Kunden wie den Bauverein, das Immobilienunternehmen der Stadt Darmstadt, das Nahverkehrsunternehmen Heag mobilo oder Betriebe und Kommunen in Südhessen und im Rhein-Main-Gebiet. Das bestätigte am Mittwoch ein Unternehmenssprecher auf Anfrage der FR.

Bei der Cyberattacke in der Nacht zum 12. Juni waren etliche Internetseiten, Kundenportale sowie E-Mail-Server lahmgelegt worden. Die kritische Infrastruktur wie etwa die Versorgung mit Strom, Gas und Wasser war von dem Hackerangriff jedoch nicht tangiert. Nach Informationen der FR hatte ein zu Hause arbeitender Mitarbeiter einen E-Mail-Anhang mit einer Schadsoftware geöffnet.

Die Ermittlungen gegen die bislang unbekannten Hackerinnen und Hacker werden von der Zentralstelle zur Bekämpfung der Internet- und Computerkriminalität (ZIT) geführt, die bei der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt angesiedelt ist. Das hessische Innenministerium hatte vor drei Wochen mitgeteilt, bei der Cyberattacke habe es sich um einen „Ransomware-Angriff“ gehandelt. Das englische Wort „ransom“ steht für „Lösegeld“, „ware“ ist die Abkürzung für Software. Zum aktuellen Stand der Ermittlungen und auch zur Frage des Lösegelds machen die ZIT-Sprecher keine Angaben. Die Entega-Führung hat Strafanzeige gestellt, was die Staatsanwälte bei der ZIT auch anderen Firmen raten, sollten sie von Cyberangriffen betroffen sein.

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