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Ruf nach Ärzten

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Das Parlament will die Versorgung der Bürger mit Haus- und Fachärzten sicherstellen. Unter anderem soll sich daher der Magistrat nach den Vorstellungen der Abgeordneten an die Gesundheitsministerien in Land und Bund wenden und flächendeckende Lösungsvorschläge einfordern.

Was kann die Stadt Mörfelden-Walldorf tun, damit auch in Zukunft die Versorgung mit Haus- und Fachärzten sichergestellt wird – mit dieser Frage soll sich der Magistrat nach dem Willen des Stadtparlaments beschäftigen. Einen darauf abzielenden Antrag der rot-grünen Koalition haben die Stadtverordneten einstimmig angenommen.

Unter anderem soll sich der Magistrat nach den Vorstellungen der Abgeordneten an die Gesundheitsministerien in Land und Bund wenden und flächendeckende Lösungsvorschläge einfordern. Außerdem soll er prüfen, ob es Möglichkeiten gibt, eigene Aktivitäten zu entwickeln, um die Versorgung mit Allgemein- und Fachärzten auf dem momentan hohen Niveau zu halten. Insbesondere solle dargelegt werden, wie Ärzten die Ansiedlung in Mörfelden-Walldorf erleichtert werden könne und wie sich schnell und kompetent Hilfestellungen anbieten lassen. In die Erstellung eines solchen Konzepts soll die Gesundheitskommission einbezogen werden.

Berichte eingefordert

Weiter erwartet das Parlament, dass die Gesundheitskommission mindestens zwei Mal im Jahr einberufen und noch im ersten Quartal 2015 über die Vertrags- und Eigentumsverhältnisse beim Ärztehaus Mörfelden berichtet wird. Auch zu den Erfahrungen mit der Ärztlichen Bereitschaftsdienstzentrale in Langen soll von den Betreibern jährlich ein Bericht gefordert werden. Diese Punkte waren Anliegen der DKP/LL, wurden aber von den Antragstellern übernommen.

In der Antragsbegründung verweisen SPD und Grüne auf die Altersstruktur der Ärzteschaft: In den nächsten Jahren sei ein größerer Umbruch zu erwarten. Für die DKP/LL nahmen Dietmar Treber und Gerd Schulmeyer in Anspruch, dass sich erst durch ihre Anträge etwas bewegt habe – eine Einschätzung, die Erster Stadtrat Franz-Rudolf Urhahn (Grüne) weit von sich wies. Laut Treber besteht akuter Handlungsbedarf, da in einigen Jahren bis zu 5000 Menschen ohne Hausarzt dastehen könnten. (mz)

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