1. Startseite
  2. Rhein-Main
  3. Darmstadt

Muna-Gelände: Onlinetagebuch gibt Einblicke ins Leben von Wisenten und Wildpferden

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Claudia Kabel

Kommentare

Intime Einblicke ins Leben der Münsterer Wisente und Wildpferde gibt ein Online-Tagebuch schon jetzt.
Intime Einblicke ins Leben der Münsterer Wisente und Wildpferde gibt ein Online-Tagebuch schon jetzt. © Gemeinde Münster

Was Wisente und Wildpferde auf dem ehemaligen Militärgelände in Münster bei Dieburg so treiben, zeigen zwei Tierpflegerinnen in ihrem Onlinetagebuch. Außerdem gibt es Strom für die Bunker.

Wisente, die auf früher vom Militär genutzten Wegen gemächlich mit ihren Kälbern dahin stolzieren, am Zaun mit ihren langen Zungen um Leckerbissen betteln und Przewalski-Wildpferde, die genüsslich grasen: Zwar ist das geplante Besucherzentrum auf dem ehemaligen Militärgelände Muna in Münster bei Dieburg noch nicht öffentlich zugänglich. Aber Einblicke in das Leben der 2020 dort angesiedelten Wisente und Wildpferde gibt es trotzdem schon.

Wisente leben auf dem Muna-Gelände.
Wisente leben auf dem Muna-Gelände. © Christoph Goebel, Bundesforst

Was die Tiere in dem Naturparadies so treiben, zeigt jetzt eine Facebook-Seite. Unter „Wisentwald – Naturerlebnispfad Muna Münster“ veröffentlichen die beiden Tierpflegerinnen Svenja und Mareike regelmäßig Videos, Bilder und Wissenswertes rund um die Tiere, die dort eigenständig leben.

Muna-Gelände: Strom für Museum im ehemaligen Bunker

Auf einem Teil des Muna-Geländes entsteht derzeit in Zusammenarbeit von Bundesforstbetrieb Schwarzenborn, Deutscher Bahn und Gemeinde Münster ein Erlebnisgelände mit Aussichtsplattform, Naturlehrpfad und Museum. Wie die Gemeinde jetzt mitteilte, laufen die Arbeiten auf Hochtouren. Ein Problem für den Betrieb, insbesondere des Museums, sei die bislang fehlende Stromversorgung gewesen. Im Juni habe die E-Netz Südhessen, ein Tochterunternehmen der Entega, das Gelände im Zuge einer erforderlichen Netzerweiterung im Ortsteil Breitefeld an ihr Mittelspannungsnetz angeschlossen. Ende September werde der lokale Netzbetreiber eine Transformatorenstation errichten und die Bunkeranlage, in der das Museum sich künftig befinden soll, mit dem Netz verbinden. „Im kommenden Jahr kann dann der Strom zum Muna-Gelände fließen“, so die Gemeinde. Das rund 250 Hektar große Areal westlich von Münster wurde seit den 1930er Jahren als Munitionsanstalt genutzt, zuletzt durch die US-Armee. Nach Abzug der Amerikaner 1995 und Rückgabe des Depots an die Bundes-Anstalt für Immobilien-Aufgaben konnte sich die Natur in der Liegenschaft fast ungestört entwickeln. Die Wisente sollen dazu beitragen, dass das Offenlandbiotop erhalten bleibt und das Gebiet nicht komplett verwaldet.

Im ehemaligen Hochsicherheits-Bunker der US-Army soll ein Museum entstehen, erklärt Theresa Bode von Bundesforst.
Im ehemaligen Hochsicherheits-Bunker der US-Army soll ein Museum entstehen, erklärt Theresa Bode von Bundesforst. © Renate Hoyer

Seit dem Start des Millionen-Projekts im Herbst 2017 wurden der ehemalige Wehrmachtsbahnhof, das Heizkraftwerk, die Kommandantur und andere von Amerikanern und Nazis genutzte Gebäude abgerissen.

Online-Tagebuch unter: www.facebook.com/WisentwaldMuna

Mehr über den früheren Lost-Place Muna-Gelände: Jugendliche bringen sich auf dem ehemaligen Munitionsdepot bei Münster regelmäßig in Lebensgefahr. Jetzt werden Bahnhof und Heizkraftwerk abgerissen.

Auch interessant

Kommentare