Das Mühltalbad.
+
Das Mühltalbad.

Darmstadt

SPD fordert schnellere Sanierung

Die SPD-Fraktion im Stadtparlament warnt vor einer weiteren Verzögerung der Sanierung des Mühltalbades. OB Jochen Partsch widerspricht.

Die SPD-Fraktion im Stadtparlament warnt vor einer weiteren Verzögerung der Sanierung des Mühltalbades. Obwohl der zuständige Dezernent und Bürgermeister Rafael Reißer (CDU) im Mai dieses Jahres die Sanierung des Eberstädter Bades im Jahr 2021 angekündigt habe, seien im Haushaltsplan des Eigenbetriebs Bäder keine Mittel dafür vorgesehen, kritisiert die SPD in einer Mitteilung. Damit rücke die beschlossene Sanierung „auf unbestimmte Zeit in die Zukunft“.

Beschlossen worden sei die Sanierung des Bades bereits vor zwei Jahren. „Es ist nicht hinnehmbar, wie lange die Gesamtsanierung des Mühltalbades schon seit Jahren verschleppt wird“, kritisieren der Eberstädter SPD-Vorsitzende Oliver Lott und der sportpolitischer Sprecher der Fraktion, Tim Sackreuther.

Die Frist für einen Antrag auf Fördermittel des Landes Hessen für 2021 über das SWIM-Programm ist laut SPD bereits verstrichen.

Laut Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne) haben Magistrat und Stadtparlament die Gesamtsanierung überhaupt noch nicht beschlossen. Es gebe nur einen Beschluss, „Planungsmittel zur grundhaften Sanierung des Mühltalbades einzustellen, das Dach wiederherzustellen, die Beckenheizung zu erneuern und das Mühltalbad auch nach einer Sanierung als Freizeit- und Familienbad zu erhalten“. Arbeiten am Dach und an der Wasserheizung seien bereits umgesetzt worden.

Bis Januar 2021 erwarte der Magistrat die Ergebnisse eines Konzeptes für die weitere Erneuerung des Bades. Ziel sei es nicht, „jetzt schnell zu sanieren“, schreibt Partsch. Die teure und zeitintensive Modernisierung müsse unter anderem wegen des Denkmalschutzes gut geplant werden.

Angepeilt sei ein Baubeginn nach der Sommersaison 2022. Dezernent Reißer sagt, er wolle „bis zum Beginn der Sanierung alles Mögliche tun, um das Mühltalbad zu öffnen“.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare