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Dr. Mops macht Quatsch

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Dr. Lächele und Dr. Mops sorgen für Heiterkeit bei den jungen Patienten.
Dr. Lächele und Dr. Mops sorgen für Heiterkeit bei den jungen Patienten. © Claus Völker

Clowndoktoren helfen kranken Kindern mit Humor bei der Genesung. Dienstags und donnerstags kommen sie nach Darmstadt in die Kinderkliniken.

Wenn die Clown-Doktoren kommen und an die Betten kranker Kinder treten, geht’s meist lustig zu: Mit witzigen Aktionen und künstlerischen Einlagen vermitteln sie dem Nachwuchs, dass Lachen die beste Medizin ist. Diesmal haben Dr. Lächele und Dr. Mops mit Humor, Gesang und Tricks kleine Patienten in Darmstädter Kinderkliniken verarztet.

Im Foyer der Kinderkliniken Prinzessin Margaret weint der kleine Luke. Vielleicht hat er Angst vor den beiden Clown-Doktoren, die rote Nasen haben, in ulkigen Kleidern stecken und Schabernack treiben. „Das kann passieren“, meint der Moderator, Komiker und Vortragskünstler Felix Gaudo (51), der als Dr. Mops in den Kinderkliniken in Aktion ist.

Er kennt sich ziemlich gut aus mit Kindern, wie man sogleich zu sehen bekommt: Flugs verschwindet seine Hand in der Hosentasche und zieht etwas heraus. Schon schweben die schönsten Seifenblasen durchs Foyer.

Mit offenem Mund staunt der 15 Monate alte Luke. Fast schon ist das Eis zwischen den beiden gebrochen, doch Luke will lieber noch auf dem sicheren Schoß seiner Mama Janine sitzen bleiben. Das veranlasst Dr. Mops, ein schönes Liedchen auf seiner Ukulele zu spielen, wozu Dr. Lächele mit den Füßen wackelt. Luke verzieht seinen Mund zu einem breiten Lächeln. Ständig beziehen die Spaßmacher die Umstehenden mit ein, fragen sie, ob sie mitsingen wollen oder bringen sie mit einem kurzen Witz zum Lachen.

Sorgen vertreiben

Die acht Jahre alte Meryem hält sich immer wieder die Hand vor den Mund und fühlt sich sichtlich wohl auf dem Krankenbett zwischen den beiden Ulkdoktoren. Bei dieser Hitze wollen sie dann das Mädchen zudecken, die sich natürlich wehrt und ausruft: „Mir ist schon warm.“ Zur Ablenkung stimmen die Clowns wieder ein Liedchen an: Diesmal versuchen sie es „mit Ruhe und Gemütlichkeit.“ Manch lustiger Satz könnte aus dem Mund von Pippi Langstrumpf stammen, etwa wenn Besucher einfach so vorbeilaufen, heißt es: „Die haben leider Termine.“

Schon geht’s beschwingt mit „Don’t worry, be happy“ weiter, und weil Meryem nicht weiß, wie das Lied weitergeht, blödeln die Doktoren singend „Weiß nicht, wie’s weitergeht“. Dr. Lächele, der Axel Schwenk heißt, 45 Jahre alt und Schauspieler an den Kammerspielen in Mainz ist, macht mit seinem mobilen Ultraschallgerät, einer Tröte, Unsinn. Dann muss eine echte Ärztin, Annette Brunert, die zufällig durchs Foyer kommt, dran glauben: Dr. Mops greift erneut in die Hosentasche und holt eine fette Plastikspinne heraus, was natürlich auch die Kinder zum Schreien bringt.

Lustig wird es immer, wenn dieser rotnasige Doktor mit seinen komischen Fingern auf ein Kinderknie drückt, denn dann quietscht dieses, worüber dann wieder alle lachen müssen.

Unsichtbares fängt der Clown mit einem leichten Knall in einer sogenannten Labortüte ein, woran besonders der vierjährige Szymon seine Freude hat. Freude verbreiten die Clowndoktoren regelmäßig, wenn sie dienstags und donnerstags nach Darmstadt in die Kinderkliniken kommen und ihren Spaß machen.

Seit 21 Jahren gibt es den Verein „Die Clown Doktoren“ mit Sitz in Wiesbaden, für den etwa dreißig ausgebildete Künstler als Clowndoktoren in der Rhein-Main-Region unterwegs sind. Sie begleiten die Kinder beim Genesungsprozess – und vertreiben ihnen für eine kleine Weile die Sorgen.

Informationen zu „Die Clown Doktoren“ gibt es unter der Telefonnummer 0611/9 41 0176 oder im Internet unter www.clown-doktoren.de. (eda)

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