Darmstadt

Moderne Mobilität in Darmstadt ausgezeichnet

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In der Lincoln-Siedlung können kostenlos E-Autos ausgeliehen werden. Die Bewohner nutzen Lastenräder und bekommen Tipps, wie sie Autofahrten vermeiden können. Für das innovative Konzept bekommt Darmstadt den Deutschen Mobilitätspreis 2019.

Darmstadt wird vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur für das Projekt „Multimodal und sozialgerecht – Lincoln in Darmstadt“ mit dem Deutschen Mobilitätspreis 2019 ausgezeichnet. Das hat das Ministerium bekanntgegeben.

Die Stadt erhält den Preis als einer von zehn Preisträgern im Rahmen des Bundesprogramms „Deutschland – Land der Ideen“, das Innovationen für mehr Teilhabe und Lebensqualität prämiert. Das ausgezeichnete Projekt zeigt, wie Mobilitätslösungen dazu beitragen können, gleichwertigere Lebensverhältnisse in Deutschland herzustellen.

Informationen über das Mobilitätskonzept gibt es unter anderem beim Lincoln-Sommerfest am 17. August. Eine weitere Gelegenheit bietet sich am 7. September in der Lincoln-Siedlung beim Fahrradaktionstag

Mit der Lincoln-Siedlung wird in Darmstadt ein Modellquartier für nachhaltige Mobilitäts- und Siedlungsentwicklung realisiert. Dabei werden von Anfang an Mobilitätsalternativen zum eigenen Auto gefördert.

Eine Vielzahl multimodaler Angebote soll die Bewohner in die Lage versetzen, ihre Mobilität mit einem Minimum an individuellem Automobilverkehr zu gestalten. Das Angebot reicht dabei von attraktivem ÖPNV über Car-Sharing und E-Car-Pooling exklusiv für Bewohner bis hin zu Bike-Sharing und E-Lastenrädern. Um Anreize für den Verzicht auf das eigene Auto zu schaffen, stehen den Bewohnern drei Elektrofahrzeuge zur Verfügung, die bis zu vier Stunden pro Woche kostenlos genutzt werden können. Hinzu kommt eine kostenlose Mobilitätsberatung, die Vorschläge zur Optimierung der individuellen Mobilitätsbedürfnisse liefert.

„Die bei diesem Projekt gewonnenen Erfahrungen werden auch für den in den Startlöchern stehenden Entwicklungsprozess für das nächste Quartier, das Ludwigshöhviertel, dienen“, sagt Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne).

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