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Die DTM der Modellautos

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Die Rennwagen im Maßstab 1:10 und ihre Fahrer warten auf ihren großen Einsatz.
Die Rennwagen im Maßstab 1:10 und ihre Fahrer warten auf ihren großen Einsatz. © Peter Thomas

Vom 23. bis 25. Januar brausen Modellautos durch die Großsporthalle. Das Rennfest hat in der Modellszene eine ähnliche Bedeutung wie die Deutschen Tourenwagen Masters (DTM) bei den echten Rennwagen.

Wie der Blitz zischen die Tourenwagen über den Kurs, nehmen selbst schärfste Kurven und beschleunigen mit sirrenden Motoren auf den Geraden aus grauem Teppichboden. Hoch konzentriert verfolgen die Fahrer den Weg ihrer kleinen Rennwagen, beide Hände an der Fernsteuerung: Training der Abteilung RC-Car des VfR Rüsselsheim in der Turnhalle der Königstädter Gerhart-Hauptmann-Schule.

Dass es hier im Vergleich zur echten Rennstrecke so leise ist, liegt an der Technik: Die Tourenwagen fahren mit Elektromotoren, die Energie kommt aus Lithium-Ionen-Akkus. In Sachen neue Energien sind die Modellsportler ihren Kollegen in den echten Rennwagen also bereits voraus.

In den kommenden Tagen richtet sich die Aufmerksamkeit der Abteilung auf die Großsporthalle an der Adam-Opel-Straße. Denn die Sparte des Traditionsvereins, die sich mit Modellautorennen im Maßstab 1:10 beschäftigt, ist Ende Januar Gastgeber eines der weltweit wichtigsten Rennen in dieser Disziplin: Vom 23. bis zum 25. Januar 2015 gastieren die 18. LRP Touring Car Masters (LRP TCM) in der Opelstadt. Dieses Rennfest hat in der Modellszene eine ähnliche Bedeutung wie die Deutschen Tourenwagen Masters (DTM) bei den echten Rennwagen: „Es wird weltweit eines der größten und bestbesetzten Tourenwagen-Rennen im Maßstab 1:10 sein,“ erklärt Abteilungsleiter Thomas Heuer mit sichtlicher Vorfreude.

Präzision in der Werkstatt

Es ist nach der Premiere 2014 schon das zweite Mal, dass der VfR dieses Turnier ausrichtet. 40 Helfer werden im Einsatz sein. Neben dem großen Engagement der 2002 gegründeten VfR-Abteilung spricht auch die Infrastruktur für Rüsselsheim als Austragungsort, betont Heuer: Die Großsporthalle bietet mit einer Fläche von 2800 Quadratmetern, mehr als 1000 Zuschauerplätzen und einer sehr guten Verkehrsanbindung die richtigen Rahmenbedingungen für das internationale Ereignis. Schließlich werden Fahrer aus der ganzen Welt erwartet, die an diesem Wochenende um Sekundenbruchteile kämpfen. Die Ausrichter hoffen auch auf Publikum von weit her.

Was den Rennsport im kleinen Maßstab so faszinierend macht, wird im Werkstattbereich deutlich. Dort werden die Boliden mit großer Präzision vorbereitet, vom Einstellen des Fahrwerks über die Abstimmung der Motoren bis zum Wärmen der Reifen. „Das sind echte Rennfahrzeuge mit entsprechend hohen Ansprüchen an die richtigen Einstellungen“, sagt ein Fahrer und zieht vorsichtig eine Schraube an.

Ihre ganze Leistung können die Rennfahrer beim Turnier in der Großsporthalle ausfahren. Dafür sorgt unter anderem eine 45 Meter lange Gerade als schnellster Teil der Strecke. „Das ist bei einer Indoor-Veranstaltung wahrscheinlich einmalig“, sagt Thomas Heuer. (eda)

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