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TU: Mobilitätskarte ist Erfolg

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Die Mobilitätskarte an der TU ist ein Erfolg. Von den rund 4500 Beschäftigten kommen etwa 3500 als Nutzer der Karte in Frage, rund 2000 haben sich inzwischen dafür entschieden.

Für Tobias Scharf steht fest: „Das Jobticket ist klasse, ich spare dadurch Zeit und Geld.“ Seit gut einem Jahr fährt der TU-Mitarbeiter wochentags mit dem Schnellbus von Groß-Zimmern nach Darmstadt, rund eine halbe Stunde braucht er von Tür zu Tür. „Das ist im Berufsverkehr sonst nicht zu schaffen“, sagt Scharf. Die Familie habe sogar ein Auto abgeschafft.

Anders als bei der Stadt Darmstadt, wo sich nur 28 Prozent der Verwaltungsmitarbeiter für ein Jobticket entschieden haben und die Stadt jährlich pro Karte 350 Euro draufzahlt, kommt das kombinierte Angebot von Mobilitätskarte und Jobticket bei der TU bestens an. Von den rund 4500 Beschäftigten kommen etwa 3500 als Nutzer dieser Karte in Frage, rund 2000 haben sich inzwischen dafür entschieden.

Für 250 Euro im Jahr können TU-Mitarbeiter auf der Lichtwiese die Parkplätze an den Fachbereichen Maschinenbau, Bauingenieurwesen und Chemie nutzen. Außerdem stehen 125 Plätze am Botanischen Garten und das Parkhaus in der Ruthsstraße am Campus Stadtmitte zur Verfügung. Die Karte ist der Ausweis für diese nicht öffentlichen Parkzonen. Wer eine Mobilitätskarte hat, ist auch automatisch Besitzer des Jobtickets für ein Tarifgebiet, das Darmstadt und die Nachbarstädte umfasst.

Gut für die Umwelt

Wer einen weiteren Anfahrtsweg hat, muss Tarifzonen zukaufen. „Das Angebot ist einfach zu gut, um es nicht zu nutzen“, sagt Ursula Krause aus der Präsidialabteilung, die seit Einführung des Tickets im April 2013 mit dem Schnellbus aus Dieburg an die Uni fährt. Zwar zahlt sie für ihr Tarifgebiet 90 Euro zusätzlich im Monat. Doch da sie seitdem kein Auto mehr brauche, wirke sich die Mobilitätskarte für sie „wie eine kleine Gehaltserhöhung“ aus.

An der Universität freut man sich über die hohe Nutzerquote. Schließlich können mit den Einnahmen aus Parkgebühren und Mobilitätskarte die Jobtickets und die zum Teil überfällige Sanierung sowie Unterhalt und Neubau von Parkhäusern finanziert werden.

„Viele Mitarbeiter sind vom motorisierten Verkehr ganz auf den ÖPNV umgestiegen“, so Andreas Staschek von der Abteilung Mobilitätsmanagement der TU. Natürlich wissen auch Staschek und TU-Kanzler Manfred Efinger von Verdrängungseffekten in Wohngebiete. So beschweren sich Anwohner am Breslauer Platz seit der Einführung der Parkraumbewirtschaftung über zugestellte Ein- und Ausfahrten. Darauf könne die Stadt reagieren, indem sie Parkzonen für die Anwohner einrichte, sagt Efinger. (an)

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