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Kippen reicht nicht, aber regelmäßiges Lüften mit ganz offenen Fenster geht nicht in jedem Klassenraum.
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Kippen reicht nicht, aber regelmäßiges Lüften mit ganz offenen Fenster geht nicht in jedem Klassenraum.

Schulen

Mobile Luftreiniger fürs Klassenzimmer

  • Claudia Kabel
    vonClaudia Kabel
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In mehreren Kommunen werden Luftreiniger für Schulen angeschafft, in denen das Lüften schwierig ist. Der Kreis Groß-Gerau setzt außerdem auf CO2-Messgeräte.

Viele Eltern wünschen sich den Einsatz von Lüftungsanlagen, damit ihre Kinder im Klassenraum nicht frieren müssen, wenn bei niedrigen Temperaturen das empfohlene Stoßlüften durchgeführt wird. Obwohl das Bundesumweltamt dem Lüften über Fenster den höheren Nutzen zurechnet, hat Hessen als viertes Bundesland eine Förderung in Höhe von zehn Millionen Euro auch für die Anschaffung mobiler Geräte für Schulen zur Verfügung gestellt.

Im Landkreis Darmstadt-Dieburg setzt sich aktuell die SDP-Fraktion dafür ein, dass 100 Geräte angeschafft werden. Dafür sollen laut dem schulpolitischen Sprecher der Fraktion Matti Merker 500 000 Euro zur Verfügung gestellt werden. „Mobile Luftreinigungsgeräte sind ergänzend zum Lüften zu betrachten und erscheinen sinnvoll, wenn organisatorische Maßnahmen wie zum Beispiel eine Verringerung der Personenanzahl oder größere Abstände nicht realisierbar sind“, so Merker. Im Landkreis gibt es 81 Schulen mit insgesamt 3400 Klassensälen. Nun sollen die, die es am nötigsten haben, versorgt werden, so Merker. Auch in Darmstadt ist der Kauf von 140 Geräten vorgesehen, wie von der städtischen Pressestelle auf FR-Anfrage zu erfahren war.

Im Kreis Groß-Gerau wurde ebenfalls Geld für 100 Geräte bereitgestellt, zehn für zwei Schulen wurden bereits angeschafft, wie Landrat Thomas Will (SPD) kürzlich äußerte. Dies betreffe Schulen, die wegen baulicher Gegebenheiten, etwa weil sie an einer Hauptstraße liegen, nicht während des Unterrichts lüften könnten. Zudem wurden sämtliche 44 Schulen, für die der Kreis als Träger zuständig ist, mit CO2-Messgeräten ausgestattet. „So kann man Sicherheit gewinnen, wie oft man wirklich lüften muss“, sagt Michaela Eich vom Gebäudemanagement des Kreises. An der Prälat-Diehl-Schule in Groß-Gerau zum Beispiel wird das Lüften alle 20 Minuten mit einer Maskenpause kombiniert, wie Schulleiterin Annette Petri berichtet. Zeitversetzt würden die Schüler dafür den Raum verlassen.

Eine Absage erteilte Will dem Ansinnen von Eltern, Anlagen selbst anzuschaffen. Billige Luftreiniger seien laut Bundesumweltamt nicht geeignet. Unter anderem wegen der geringen Menge des Luftaustauschs und der Geräuschentwicklung. Auch stelle sich die Frage, wer für den Einsatz hafte.

In Darmstadt-Dieburg sollen laut SPD-Vorlage auch selbst angeschaffte Lüftungsanlagen in Betrieb gehen können, wenn sie vorher vom Schulservice im Hinblick auf Arbeits- und Brandschutz abgenommen wurden.

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