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Millionen für Asphalt

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Seit Ende Juli wird der Fiedlerweg von Grund auf saniert.
Seit Ende Juli wird der Fiedlerweg von Grund auf saniert. © Roman Grösser

Rund 1,6 Millionen Euro gibt Darmstadt in diesem Jahr für die Instandsetzung der Hauptverkehrsstraßen aus. Der Fiedlerweg ist das letzte Straßenbauprojekt in diesem Jahr.

Klappacher Straße, Heidelberger Straße, Kranichsteiner Straße, alle drei wurden in diesem Jahr saniert. Rund 1,6 Millionen Euro gibt Darmstadt in diesem Jahr für die Instandsetzung der Hauptverkehrsstraßen aus. Seit einem Monat ist auch ein Teil des Fiedlerwegs aufgegraben. Das Geld reicht aber nur, um einen kleinen Teil der kaputten Straßen zu reparieren. Auf rund 20 Millionen Euro schätzt Baudezernent Dieter Wenzel (SPD) den Investitionsstau, der in den kommenden Jahren sukzessive abgebaut werden soll – sofern es die Finanzlage zulässt.

Priorität hatten deshalb die Straßen mit den meisten Schäden. Dazu zählt auch der Fiedlerweg, genauer: der Abschnitt zwischen Landgraf-Georg-Straße und Olbrichweg. Nach dem strengen Winter war dort augenfällig geworden, dass in den vergangenen Jahren die Fahrbahn allenfalls notdürftig geflickt worden ist. Ein Schlagloch folgte auf das nächste. Es war die Folge der bitterkalten Witterung und der hohen Verkehrsbelastung.

Mehr als 15?000 Autos und rund 700 Lastwagen nutzen die Straße täglich als Ost-West-Verbindung durch die Stadt. Die Schäden waren so gravierend, dass die Sanierung für dieses Jahr oberste Priorität erhielt. „Die Straße ist ein Nadelöhr und nicht unproblematisch“, sagt Wenzel. 460?000 Euro kostet die Stadt die Sanierung.

Derzeit gibt es hier kaum ein Durchkommen. Der Abschnitt zwischen Landgraf-Georg-Straße und Erbacher Straße ist komplett gesperrt, die Strecke von der Erbacher Straße nur halbseitig befahrbar. Seit Ende Juli haben Bagger die Straße auf einer Länge von 230 Meter aufgegraben. Auch die Schienen der früheren Straßenbahnverbindung zum Ostbahnhof sind an dieser Stelle beseitigt.

Besonders stabiler Belag

In den nächsten Wochen wird nach Angaben von Wenzel ein „verstärkter Oberbau eingebaut“. Er soll der hohen Verkehrsbelastung trotzen. „Das hält für die Ewigkeit“, sagt der Leiter des Straßenverkehrsamtes, Reinhold Schuster. In 20 Jahren müsste allenfalls die vier Zentimeter dicke und als besonders strapazierfähig geltende Schicht aus Splittmastixasphalt erneuert werden. Weil die Straße in absehbarer Zeit nicht verändert werden soll, wurden andere Arbeiten gleich miterledigt. Unter anderem haben Arbeiter eine neue Wasserleitung verlegt und vier Hilfen zum Überqueren der Straße erneuert.

Anfang Oktober soll alles fertig sein. Damit endet dann das Straßensanierungsprogramm für dieses Jahr. „Wir planen aber schon die Projekte für 2011“, sagt Schuster. Die Straßen, die dann erneuert werden, folgen einer Prioritätenliste, die 2009 aufgestellt worden ist. Kriterien sind dabei der Zustand, die Verkehrsbelastung und Nutzung der Straße durch den öffentlichen Nahverkehr.

Ganz oben stehen Abschnitte im Haardtring, in der Heinrichstraße, der Dieburger Straße sowie die Zeughausstraße zwischen Alexander- und Grafenstraße. Zwei Millionen Euro möchte Wenzel im kommenden Jahr dafür ausgeben. Ob so viel Geld am Ende bleibt, ist offen. Denn bei den Investitionen hat auch der Regierungspräsident wieder ein Wörtchen mitzureden. ( rf)

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