Gross-Gerau

Mehr Steuern

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Bund der Steuerzahler listet Erhöhungen der einzlenen Kommunen auf.

Der Bund der Steuerzahler (BdSt) Hessen hat die aktuelle Steuerpolitik der Städte und Gemeinden im Landkreis Groß-Gerau aufbereitet. „Unser Vergleich aller Steuersätze zeigt, dass in diesem Jahr zwar nur wenige Kommunen an der Steuerschraube gedreht haben, doch wenn, dann auf ohnehin schon hohem Niveau“, erklärt Eva Kugler, Kommunalexpertin des hessischen Steuerzahlerbunds.

Vor allem die Belastung durch die Grundsteuer B sei fast überall enorm. Im Kreisdurchschnitt beträgt der Hebesatz nun alarmierende 628 Prozent – „das ist der höchste Wert im Regierungsbezirk Darmstadt“, erklärt Kugler.

Von den 14 kreisangehörigen Städten und Gemeinden erhöhen im Jahr 2019 sieben mindestens eine Steuer. Büttelborn steigerte sogar alle drei Realsteuerhebesätze.

Auch in diesem Jahr verlangen Ginsheim-Gustavsburg und Rüsselsheim mit je 420 Prozent den höchsten Gewerbesteuerhebesatz im Kreis. Bischofsheim reiht sich nach einer Erhöhung in die erste Reihe ein. Dort wurde die Gewerbesteuer um 20 Punkte auf nun ebenfalls 420 Prozent angehoben. Am wenigsten belastet werden die Gewerbesteuerzahler mit jeweils 380 Prozent in Gernsheim und Raunheim.

Die Grundsteuer B wurde ebenfalls von drei Kommunen erhöht. Bischofsheim steigerte den Hebesatz um satte 250 Punkte auf 800 Prozent und folgt damit Rüsselsheim auf den zweiten Platz im Kreis. Büttelborn hob die Belastung um 60 Punkte auf 590 Prozent und Biebesheim um 55 Punkte auf 365 Prozent an. Unangefochtener Spitzenreiter bleibt mit 960 Prozent weiterhin die Gemeinde Nauheim.

Die neue Gesetzgebung zu Straßenbeiträgen sorgt auch im Landkreis Groß-Gerau vielerorts für ein Umdenken der politisch Verantwortlichen. Vier Kommunen verzichten seit diesem Jahr komplett auf Straßenbeiträge: Biebesheim, Büttelborn, Mörfelden-Walldorf und Raunheim.

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