1. Startseite
  2. Rhein-Main
  3. Darmstadt

Mehr Spaß in der Pause

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Ein kleines Schmuckstück ist aus dem Schulhof des Darmstädter Ludwig-Georgs-Gymnasiums geworden. Jugendliche haben den tristen Schulhof neu gestaltet.

Zu verdanken ist das Wladislaw, Lisa, Dimi, Julia und ihren Mitschülern. Sie hatten in einer Planungswerkstatt Ideen entwickelt, wie aus der trostlosen, zum Cityring hin gelegenen Asphaltfläche ein ansehnlicher Hof werden kann, der zum Spielen und Entspannen einlädt. Jetzt wurde der neu gestaltete Schulhof eingeweiht.

„Ohne die Pausenhof-AG wäre das nicht gelungen, die Mädchen und Jungen sind anderthalb Jahre bei der Stange geblieben“, lobt Sportlehrerin Elke Arntz-Müller die Schüler. Sie waren erfinderisch, betätigten sich unter anderem als Einkäufer. Dimi (12) erzählt, dass sie anhand von Prospekten Preise verglichen und auswählten, was angeschafft werden sollte: Fußballtore, Bälle, Einräder, Frisbee-Scheiben, Stelzen.

25 000 Euro aus Sponsorenlauf

„Bald kommen noch Teenie-Sitzbänke“, sagt Lisa (12). „Und eine Kletterwand“, ergänzt Giulia (11), die sich in die Runde am Rand des roten Kunststoffbelags mit 80-Meter-Bahn und Volleyballfeld gesellt hat. Die Kletterwand, 7,50 Meter breit, 2,50 Meter hoch, wird den unansehnlichen Fahrradkeller auf der Südseite des Platzes verdecken. „Die Griffe sind schon da“, sagt Dimi, der sich hier – im B-Hof – wohler fühlt als „oben im Flanierhof“.

Angeregt von der Initiative Gesunde Schule (IGS), in der die Vorsitzende des Schulelternbeirats, Katalin Saary, sowie weitere Eltern und Lehrer mitwirkten, entstand das Projekt Pausenhof. Weil Ideen allein nicht reichen, sondern auch Geld da sein muss, um sie zu verwirklichen, erliefen die rund 800 Gymnasiasten im Herbst 2008 bei einem Sponsorenlauf etwa 25?000 Euro. Diese beachtlichen Anstrengungen entgingen auch der Stadt nicht, so dass sie im Juni 2009 über das Konjunkturprogramm des Landes Geld zur Verfügung stellte.

Das Budget – 100?000 Euro für etwa 1000 Quadratmeter Fläche – sei allerdings knapp bemessen gewesen, sagte Baudezernent Dieter Wenzel. Deshalb nahmen Schulgemeinde und Schulträger auch gern das Angebot der BB Bank an, die Teile der Ausstattung finanzierte. Schuldezernent Dierk Molter (FDP) würdigte auch dieses Engagement und betonte, Pausen in ansprechender Umgebung seien wichtiger Bestandteil des Schulalltags. „Ohne Entspannung, das gilt auch später im Leben, geht es nicht.“

Das die öffentliche Sport- und Spielfläche umgebende Grün, zu dem ein Teich gehört, werde noch aufgewertet, sagte Annette Hennemann vom Grünflächen- und Umweltamt. Heckenriegel sollen die Tischtennisplätze einrahmen. Schließlich wird gegenüber der hohen Terrasse auf der Südseite ein Schnurbaum gepflanzt.

Die Sanierung des Ludwig-Georgs-Gymnasiums ist noch nicht abgeschlossen. Beispielsweise sollen noch die Fenster ausgetauscht werden, sagte Schulleiter Werner Wittmann. Damit kann aber erst begonnen werden, wenn zwei Ersatzräume als Ausweichquartier fertiggestellt sind. ( how)

Auch interessant

Kommentare