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Mehr Service für Bürger

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Hell und großzügig erscheint das Bürgerbüro schon jetzt.
Hell und großzügig erscheint das Bürgerbüro schon jetzt. © Frank Möllenberg

Wo viele Jahre das Sportamt untergebracht war, an der Ecke Mainstraße/Schäfergasse, wird am 13. April das neue zentrale Bürgerbüro in der Rüsselsheimer Innenstadt eröffnet.

Dort wird es eine Bündelung zahlreicher Dienstleistungen in Sachen Bürgerservice geben, die bislang auf mehrere Standorte verteilt waren. Zudem erwartet die Stadt bis zu 1000 Bürger in der Woche als Frequenzbringer für die Innenstadt.

Bei der Vorbesichtigung des neuen Bürgerbüros mit Oberbürgermeister Patrick Burghardt (CDU) und den Verantwortlichen Thomas Heß, Fachbereichsleiter Bürgerservice, Sicherheit und Ordnung, und Jochen Schmitt, Bereichsleiter Bürgerservice, stand bereits die Möblierung der drei Arbeitsplätze des sogenannten Front-Office: ausladende Tische in kerniger Holzoptik, genauso wie im abgetrennten Raum des Back Office.

Ein besonderes Augenmerk legt die Stadt auf die Gestaltung des Wartebereichs. Dort wird es zwei Monitore mit aktuellen Stadtinformationen geben, zu den klassischen Stuhlreihen kommt ein Stehtisch mit passenden Hochstühlen, dazu eine Kinderecke mit bunten Stühlchen und Beschäftigungsangeboten für die Kleinen. Auch für das Aufrufsystem mit Nummernziehen wird ein Monitor installiert. Mitarbeiter der Gärtnerei der Betriebshöfe waren auch schon da, um mit Jochen Schmitt den Pflanzenschmuck zu besprechen.

Hell und freundlich

„Hell, freundlich, mit großem Wartebereich und attraktiven Öffnungszeiten“, brachte Burghardt das neue „InnenStadtbüro“ auf den Punkt. Dessen großzügige Fenster werden in den nächsten Tagen noch mit lichtdurchlässiger Motivfolie beklebt, um dem trist grauen Verwaltungsblock an der Mainstraße einen einladenden Farbimpuls zu verleihen.

Zum gebündelten Bürgerservice an der Mainstraße gehört der Einzug der bisher im Palais Verna untergebrachten Meldebehörde. Die im Palais Verna verbleibenden Einrichtungen Ausländerbehörde, Gewerbeamt, Straßenverkehrsbehörde und auch die Stadtpolizei werden sich in die nun frei werdenden Büros ausdehnen.

Vom neuen Büro verspricht sich die Stadt zusätzliche Kundenströme für das Innenstadtgewerbe. Unter dem Stichwort Frequenzbringer erwartet Burghardt bis zu 1000 Bürger pro Woche zusätzlich. Busanbindung und Parkmöglichkeiten seien dafür ideal.

Und auch bei den in den beiden Stadtteilen umstrittenen Schließungen der Bürgerbüros zum 1. April werde es keine Radikallösung geben, verspricht Burghardt. In Königstädten und Bauschheim habe es konstruktive Gespräche mit den Ortsvorstehern Isolde Petigk (UKL, Königstädten) und Werner Stahl (CDU, Bauschheim) gegeben. Es zeichne sich ab, einen mobilen Bürgerservice in die wöchentlichen Beratungsstunden der beiden Ortsvorsteher einzubinden. „Am Anfang gab es Kritik, dass wir uns aus den Stadtteilen zurückziehen. Das wird es aber nicht geben“, sagte Burghardt.

Beim Personalstand der bisherigen Bürgerbüros soll sich nichts ändern, es bleibe bei neun Vollzeit- und zwei Teilzeitstellen. Allerdings werde durch die Schließung der Außenstellen und die Konzentration auf die Bürgerbüros Innenstadt und Dicker Busch die Zahl der Öffnungsstunden von 57 auf 48 reduziert. „Es wird zwar konzentrierter, dafür größer, umfangreicher und attraktiver“, sagte Burghardt.

„Attraktiver“ nicht nur wegen gebündelter Dienstleistungen im Schatten des Rathauses, sondern auch wegen der Öffnungszeiten (hierzu die Box). Jochen Schmitt rechnet damit, dass sich für beide Bürgerbüros „Teams herauskristallisieren werden“ und sich feste Mitarbeiterpools bilden. Schon jetzt gebe Interesse von Mitarbeitern am Standort Dicker Busch, in die Innenstadt zu wechseln. Im Dicken Busch werden die Öffnungszeiten dann eingeschränkt, montags und samstags ist künftig an der Virchowstraße geschlossen, dafür ist dienstag- und donnerstagvormittags geöffnet. (plu)

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