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Mehr Platz für mehr Studenten

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Die Hochschule Darmstadt feiert Richtfest für ihr neues Hörsaalgebäude. Und die Kapazität soll weiter wachsen.

Noch dominiert roher Beton das Erscheinungsbild des neuen Hörsaalgebäudes der Hochschule Darmstadt (HDA) am Campus Schöfferstraße. Doch schon zum nächsten Wintersemester sollen Studenten dort erste Vorlesungen besuchen. Nach etwas mehr als einem halben Jahr Bauzeit feierten Mitarbeiter und Projektverantwortliche am Montag Richtfest im Rohbau, der mit seiner Fertigstellung den Abschluss des 2011 umgestalteten Campus-Platzes bilden soll.

„Bei der Errichtung der zwei Hörsäle bleibt die Hochschule sowohl im Zeit- als auch im Kostenrahmen“, lobte Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) die Hochschule, die das voraussichtlich 3,1 Millionen Euro teure Bauprojekt in Teilautonomie eigenständig plant und ausführt. „Und das trotz Baubeginn im Winter und langer Kälteperiode.“ Als Vorbild diene dabei die TU Darmstadt, die als erste Hochschule in Hessen die bauliche Erweiterung ihrer Infrastruktur komplett in Eigenregie realisiert. Dieses Erfolgsmodell will die HDA auch bei künftigen Bauprojekten umsetzen, kündigte Hochschulpräsident Ralph Stengler an. Unterstützung kommt dabei auch aus dem Wissenschaftsministerium. Gerade bei kleineren Vorhaben hätte die Bauautonomie deutliche Vorteile, erklärte Kühne-Hörmann. „Auf diese Weise sind die Wege kürzer, die Umsetzung schneller und effizienter.“

Im fertigen Gebäude, das aus Mitteln des Hochschulpakts 2020 finanziert wird, werden künftig rund 300 Studierende aus verschiedenen Fachbereichen Platz finden. Die Plätze verteilen sich auf zwei getrennte Hörsäle, die durch ein verglastes Foyer in der Mitte miteinander verbunden werden. „Durch den transparenten, verglasten Eingang öffnet sich das Gebäude einladend zum Platz“, sagte der Architekt des Gebäudes, Michael Hilbert, im Rahmen der Feierlichkeiten.

Kosten von 3,1 Millionen Euro

Die Fassade soll zum Abschluss mit einem Strukturgeflecht aus Streckmetall überzogen werden, die im oberen Teil der Halle als äußerer Sonnenschutz dient und „je nach Tageslichtsituation das Erscheinungsbild des Gebäudes verändern wird“, erklärte Architekt Hilbert. Das Metallgeflecht war vom Gestaltungsbeirat der Stadt noch im September des vergangenen Jahres heftig kritisiert und als „Kettenhemd“ bezeichnet worden.

Mit dem Neubau will die Hochschule ihre Infrastruktur auf das kommende Wachstum vorbereiten. „Schon im Jahr 2015 werden 14?000 bis 15?000 Studierende an der Hochschule eingeschrieben sein“, sagte Präsident Stengler. „Dieser Entwicklung müssen wir mit entsprechenden Kapazitäten Rechnung tragen.“

Weil jedoch für diesen Ansturm auch die beiden neuen Hörsäle nicht ausreichen werden, plant die Hochschule bereits die Errichtung eines baugleichen Objekts hinter dem neuen Gebäude. (ers.)

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