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Aldi plant einen Neubau nach Münchner Vorbild – mit Kaffeeautomat und Kundentoilette.
Aldi plant einen Neubau nach Münchner Vorbild – mit Kaffeeautomat und Kundentoilette. © André Hirtz

Der Rewe an der Friedrich-Ebert-Straße will seinen bestehenden Markt erweitern. Aldi plant einen Neubau. Der Seeheimer Markt gehört bundesweit zu den ersten, in denen ein neues Konzept von Aldi-Süd verwirklicht wird.

Größere Veränderungen stehen im Einkaufszentrum an der Friedrich-Ebert-Straße in Seeheim-Jugenheim an. Sowohl Aldi als auch Rewe modernisieren ihre Märkte. Im Seeheimer Bauausschuss ging es unter anderem um eine Änderung des Bebauungsplans, um Rewe eine Erweiterung zu ermöglichen.

Auf 1850 Quadratmetern plant Rewe einen Markt mit Fischtheke, Salatbar und einer Abteilung für regionale Produkte. Der bestehende Markt umfasst eine Verkaufsfläche von 1300 Quadratmetern, wie Planer Sebastian Mack vom Lorscher Ingenieurbüro Infrapro dem Bauausschuss erläuterte.

Die Filiale soll modernisiert werden. Vorgesehen ist ein Anbau in Richtung Aldi. Angrenzend an die bestehende Auffahrt vom Aldi- auf den Rewe-Parkplatz wird das Gelände aufgeschüttet, sodass eingeschossig weitere 550 Quadratmeter Verkaufsfläche entstehen können. Zum Vergleich: Für das kleinere Rewe-City-Konzept beginnt die Mindestfläche bereits bei 500 Quadratmetern – für einen kompletten Markt. Begründet wird die Erweiterung mit „sich stetig wandelnden Kundenbedürfnissen“. Es gehe darum, die „Aufenthaltsqualität sowie die Übersichtlichkeit für den Kunden zu verbessern“. Ähnliche Ziele verfolgt auch Aldi.

Der Seeheimer Markt soll abgerissen und neu gebaut werden. Er gehört damit bundesweit zu den ersten, in denen ein neues Konzept von Aldi-Süd verwirklicht wird. Vorbild ist ein Testmarkt in Eglharting-Kirchseeon bei München.

Kunden ein Mehr an Komfort bieten

„Wir möchten den Kunden ein Mehr an Komfort bieten“, sagte die Pressesprecherin bei der Vorstellung des Konzepts. Künftig soll es in jedem neuen Markt, also auch in dem Seeheimer Neubau, eine Kundentoilette geben. Zu dem Testmarkt bei München gehören unter anderem ein Kaffeeautomat und ein digitaler Rezeptdrucker.

Weil die Rewe-Erweiterung in eine Fläche hineinragt, die derzeit als Gewerbegebiet ausgewiesen ist, muss der Bebauungsplan geändert werden. Ziel ist es, die benötigten Quadratmeter als Sondergebiet auszuweisen. Hier ist – im Gegensatz zu einem normalen Gewerbegebiet – großflächiger Einzelhandel zulässig.

Der Bauausschuss hatte mit den vorgelegten Plänen keine Probleme und stimmte einhellig zu. Aufgenommen wurde dabei die Empfehlung der Grünen, einen Fußweg zwischen dem Rewe-Parkplatz und dem Rewe-Getränkemarkt zu schaffen. Damit will man den Kunden eine Autofahrt um das halbe Karree herum ersparen.

Auch die weitere Anregung der Grünen, die Fassade des künftigen Marktes durch eine Begrünung zu verschönern, stieß auf positives Echo. Offen bleibt vorerst das Ausmaß der Belastung, die durch den zusätzlichen Verkehr auf die Kreuzung Breslauer Straße/Friedrich-Ebert-Straße zukommt.

Ausschussmitglied Benjamin Krick (Grüne) erinnerte daran, dass die Kreuzung schon beim Bau des Rewe-Marktes an der Grenze der Belastbarkeit gelegen habe. Er fragte, ob der zusätzliche Verkehr durch ein aktuelles Gutachten ermittelt worden sei. „Nein“, lautete die Antwort von Planer Sebastian Mack. Die Begründung: Wenn die Verkehrsbehörde ein solches Gutachten verlange, könne man es immer noch nachliefern.

Mack hofft, dass das Baurecht bereits in den ersten Sitzungen von Bauausschuss und Gemeindevertretung nach der Kommunalwahl hergestellt werden kann, also Anfang Juni. Zunächst müssen aber mögliche Einwände von Anwohnern und Behörden abgewartet werden. (eda)

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