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Mehr Wohnungslose muss die Teestube in der Alicenstraße betreuen

Darmstadt

Mehr Hilfe für Teestube

Der Beratungsbedarf für Wohnungslose nimmt zu. Die Teestube „Konkret“ in Darmstadt freut sich daher über mehr Mittel.

Der Landeswohlfahrtsverband stockt die Hilfe für die Teestube „Konkret“ und die Fachberatungsstelle für Wohnungslose in der Alicenstraße 29 auf. Geld, über das sich die Sozialpädagogin Nicole Fröhlich freut. Denn: Die Zahl der Menschen, die in Wohnungsnot sind und in der Einrichtung Hilfe suchen, steigt.

Im Jahr 2015 bekam die Tagesaufenthaltsstätte 375 631 Euro bewilligt, in diesem Jahr sind es 398 124 Euro. Ein Plus, das die Einrichtungen gut gebrauchen können. „Der Beratungsbedarf ist enorm gestiegen“, sagt Nicole Fröhlich. „Wir kommen da fast täglich an unsere Grenzen.“

Seit 1988 gibt es die Teestube samt Fachberatungsstelle, Träger ist das Diakonische Werk. Dort können wohnungslose Frauen und Männer zur Ruhe kommen. Sie bekommen zu essen und zu trinken, sie können dort auch duschen oder ihre Wäsche waschen. Die Mitarbeiter helfen bei der Beantragung von Leistungen, begleiten die Menschen bei Behördengängen, helfen bei der Suche nach einem Therapieplatz – und versuchen, bei der Wohnungs- und Arbeitssuche behilflich zu sein.

„Unser Ziel ist, Sozialarbeit nicht nur für die Menschen zu machen, sondern mit den Menschen“, erläutert Nicole Fröhlich. Das heißt: Die Wohnungslosen werden mit eingebunden, sie übernehmen Verantwortung.

Seit diesem Jahr hat die Einrichtung eine halbe Stelle mehr – von dreieinhalb auf vier – bewilligt bekommen. Dies macht es möglich, die vielen Angebote der Teestube, von der Radwerkstatt übers Frauenfrühstück bis hin zum gemeinsamen Gärtnern, weiterhin aufrecht zu erhalten. „Wir versuchen alles, damit die Menschen aus ihrer schwierigen Lebenssituation rauskommen und wieder Fuß fassen“, so Nicole Fröhlich. (hin)

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