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Frohe Botschaft? Vor dem Haus Olbrich wurde am Samstag ein Banner befestigt.
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Frohe Botschaft? Vor dem Haus Olbrich wurde am Samstag ein Banner befestigt.

Darmstadt

Mathildenhöhe Darmstadt und Grube Messel gemeinsam touristisch vermarkten

  • Jens Joachim
    VonJens Joachim
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Der SPD-Landtagsabgeordneter Bijan Kaffenberger schlägt eine Kooperation zwischen der Stadt Darmstadt und Landkreis Darmstadt-Dieburg vor. Indes will Uffbasse die Kulturstätte auf dem Osthang der Mathildenhöhe erhalten und nicht für das geplante Besucherzentrum opfern.

In Darmstadt ist die Entscheidung des Welterbekomitees der Kulturorganisation der Vereinten Nationen (Unesco), die Künstlerkolonie Mathildenhöhe in die Unesco-Liste des Kultur- und Naturerbes der Welt aufzunehmen, überwiegend positiv und mit Freude aufgenommen worden. Kritisch äußerte sich hingegen Kerstin Lau, die Vorsitzende der Fraktion Uffbasse.

Mathildenhöhe Darmstadt: „Unvergleichliches Kulturgut“

Der SPD-Landtagsabgeordnete Bijan Kaffenberger sprach von einem „unvergleichlichen Kulturgut“ im Zentrum von Darmstadt. Angesichts der Nähe zwischen dem Weltnaturerbe Grube Messel und der Mathildenhöhe halte er es für „sinnvoll“, die beiden wenige Kilometer entfernten Welterbestätten künftig gemeinsam touristisch zu vermarkten.

Zwei Weltnatur- und Weltkulturerbestätten so nah beieinander gebe es „sonst nirgendwo“, äußerte Kaffenberger.

Darmstadt: Grüne und Volt sehen Welterbe-Titel als Chance

In einer gemeinsamen Mitteilung äußerten die Grünen-Fraktionsvorsitzende Hildegard Förster-Heldmann und Nicolas Kämmerer, der Fraktionsvorsitzende des Koalitionspartners Volt, es sei „großartig“, dass der jahrelange Bewerbungsprozess am Ende erfolgreich gewesen sei.

Der Welterbe-Titel sei eine Chance, neue Impulse zu setzen und das gesamte Gebiet um die Mathildenhöhe gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern „lebendig und zukunftsfähig zu gestalten“. Die Entwicklung der Mathildenhöhe sei nicht nur für Darmstadt als kultureller und historischer Identitätsort bedeutsam, sie mache Darmstadt sowohl national als auch international attraktiver.

Mit dem Shuttlebus, nicht mit dem Auto zur Mathildenhöhe

Grüne und Volt wollen sich nun mit dem Koalitionspartner CDU für die Mathildenhöhe auf ein Verkehrskonzept einigen, dass wie im gesamten Stadtgebiet „maßgeblich auf die Stärkung von Fuß- und Radverkehr sowie den öffentlichen Personennahverkehr“ setze.

Motorisierten Gästen soll die Parkgarage am Karolinenplatz und ein noch einzurichtender Shuttleverkehr zum Ostbahnhof zur Verfügung stehen.

Mathildenhöhe: Uffbasse lehnt Besucherzentrum am Osthang ab

Die Uffbasse-Fraktionsvorsitzende Kerstin Lau äußerte sich ablehnend über den Welterbestatus. Nach ihrer Beobachtung sei der Jubel in der Stadt am Wochenende „relativ verhalten gewesen“, sagte Lau auf Anfrage der FR. Die Stadt habe den Titel, der geradezu inflationär vergeben werde, vor allem „selbst gefeiert“.

Bislang, so Lau, seien bereits mehr als 40 Millionen Euro für die Bauten auf der Mathildenhöhe ausgegeben worden. Das Geld fehle an anderer Stelle. Zudem gehe für die Stadt „Gestaltungsspielraum verloren“.

Lau spricht sich dafür aus, den von etlichen Kulturschaffenden in den vergangenen Jahren entwickelten Theater-, Ausstellungs- und Begegnungsort auf dem Osthang nicht für das geplante Besucherzentrum zu opfern. Die „Symbiose aus Kultur und Natur“ sei ein „Kleinod“, der ein Festivalgefühl vermittle sowie „Flair, Charme und Charakter“ habe, sagte Lau.

Zum Weiterlesen: Welterbe Mathildenhöhe Darmstadt: Ein Titel, der verpflichtet: Die Maxime des letzten Darmstädter Großherzogs Ernst Ludwig „Habe Ehrfurcht vor dem Alten und Mut, das Neue frisch zu wagen!“ ist Auftrag, den Identifikationspunkt weiterzuentwickeln. Der Kommentar.

Mathildenhöhe Darmstadt: „Wir sind Welterbe!“: Zehn Jahre harte Arbeit, nun der Triumph: Die Künstlerkolonie Mathildenhöhe in Darmstadt ist Unesco-Welterbe. In der Stadt und im Land ist die Freude über die Auszeichnung groß.

Unesco-Welterbe-Antrag: „Darmstadt ist für Besucheranstieg gewappnet“: Im Interview mit der Frankfurter Rundschau, erklärt Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne), was der Welterbe-Titel für Darmstadt bedeuten würde.

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