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Veranstaltungsort und Informationspunkt: OB Partsch und Kulturreferent Hünnekens (v.l.) vor Modellen zur Mathildenhöhe.

Mathildenhöhe Darmstadt

Einblicke in die Bewerbung zum Unesco-Welterbe

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Darmstadt eröffnet ein temporäres Besucherzentrum für die Mathildenhöhe. Ausstellungen und Kulturveranstaltungen sind geplant.

Zwar ist noch offen, ob die Darmstädter Mathildenhöhe 2020 wirklich den Unesco-Welterbe-Status erhält. Eine der Voraussetzungen dafür ist jedoch die Schaffung eines Besucherzentrums. Da der dafür geplante Neubau erst Ende 2021 fertig sein soll, hat die Stadt jetzt ein temporäres Besucherzentrum im Parterre des denkmalgeschützten Ernst-Neufert-Baus in der Pützerstraße 6 eröffnet.

Noch ist der 115 Quadratmeter große Ausstellungsraum bis auf die Modelle zur Mathildenhöhe und des Olbrich-Hauses leer, nicht einmal ein Schild weist darauf hin, dass sich Besucher hier, im ehemaligen „Konsum“, künftig über den Fortgang der Sanierungsarbeiten und die Bewerbung zum Welterbe Mathildenhöhe als Zentrum des Jugendstils informieren können. Das soll sich aber noch diese Woche ändern, kündigte der städtische Kulturreferent Ludger Hünnekens am Dienstag an.

Ausstellung
Erstmals öffnet das Besucherzentrum in der Pützerstraße 6 zum Tag der Städteförderung am Samstag, 11. Mai, von 11 bis 18 Uhr. Gezeigt wird eine Ausstellung zum Architekturwettbewerb des zukünftigen Besucherzentrum und der städtebaulichen Entwicklung der Mathildenhöhe.

Immer am ersten Wochenende des Monats ist das Zentrum geöffnet. (cka)

Die Idee, in diesen Räumen ein provisorisches Besucherzentrum einzurichten, sei noch keine zwei Monate alt und stamme aus Kreisen Darmstädter Architekten, sagte Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne). „Das Gebäude der Nachkriegsmoderne in der Pufferzone der Mathildenhöhe auf halbem Weg zwischen Innenstadt und Mathildenhöhe ist ein guter Ort“, und der etwas ungewöhnliche Name für das temporäre Besucherzentrum – „Konsum Mathildenhöhe“ – sei aus beiden Traditionsnamen zusammengefügt. In den Räumen, die der Eigenbetrieb Kulturinstitute von der städtischen Tochter Bauverein mietet, sollen vorrangig Ausstellungen, Diskussionen oder Vorträge angeboten werden, die einen Anknüpfungspunkt zur Mathildenhöhe haben. Doch könnte der Ort auch für andere Kulturveranstaltungen oder von Schulklassen genutzt werden, so Partsch und Hünnekens.

Das temporäre Besucherzentrum soll künftig auch Station bei Führungen vom Luisenplatz zur Mathildenhöhe sein. Die großen Schaufenster könnten als Ausstellungsfläche dienen und seien auch einsehbar, wenn das Zentrum geschlossen ist.

Die Bauarbeiten für das endgültige Besucherzentrum am Osthang der Mathildenhöhe starten Anfang nächsten Jahres. Entstehen soll eine Anlaufstelle, die die Besucher an das unter Großherzog Ernst Ludwig zwischen 1899 und 1914 entstandene Bauensemble heranführt. Geplant sind auch eine mediale Installation sowie ein gastronomisches Angebot.

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