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Masterplan für die Zukunft

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Darmstadt – hier der Luisenplatz – wächst und wächst. Das stellt die Kommune vor Herausforderungen.
Darmstadt – hier der Luisenplatz – wächst und wächst. Das stellt die Kommune vor Herausforderungen. © Andre Hirtz

Darmstadt will sich darüber verständigen, wohin die Reise bis 2030 gehen soll. Es soll ein Masterplan für die Zukunft erstellt werden. Zudem ist ein Mobilitätsplan Darmstadt 2030 vorgesehen.

In einem aufwendigen Masterplan will die Stadt festhalten, wie Darmstadt im Jahr 2030 und darüber hinaus aussehen soll. Alle Planungen aus den verschiedenen Themengebieten sollen dazu unter Beteiligung der Bürger zusammengefasst werden.

„Das ist ein ambitionierter Versuch, Bedürfnisse der Bürger und die Ressourcen und Potenziale der Stadt zum Ausgleich zu bringen.“ Auf diese Kurzformel hat Oberbürgermeister Jochen Partsch den Sinn des „Masterplan Darmstadt 2030“ gebracht. Am Montag stellte er mit Bau- und Verkehrsdezernentin Cornelia Zuschke das Projekt vor, das mit einer zweiteiligen Auftaktveranstaltung Anfang Februar starten soll.

Im Tandem mit dem Masterplan soll außerdem ein „Mobilitätsplan Darmstadt 2030“ erstellt werden, der die Ergebnisse des Verkehrsentwicklungsplans von 2006 weiterentwickelt.

Darmstadt ist eine wachsende Stadt mit sehr viel Zukunftspotenzial, wie ein kürzlich veröffentlichtes Ranking unterstrichen hat. Laut Hessenagentur ist die Kommune die prozentual am stärksten wachsende Stadt im Rhein-Main-Gebiet mit einem überdurchschnittlich hohen Anteil von Menschen zwischen 20 und 35 Jahren. Daraus, so der Oberbürgermeister, ergäben sich Fragen nach der künftigen Stadtentwicklung und deren Leistungsfähigkeit in Bezug auf soziale Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit, Stabilität und Identität.

Der Masterplan soll diese Entwicklung planerisch und unter Beteiligung der Bürgerschaft steuern und die Frage klären „Wo wollen wir hin?“, wie Partsch sagte. So gelte es beispielsweise zu verhindern, dass sich eine zunehmende Konkurrenz um Flächen für Gewerbe und Wohnbau negativ auf die Entwicklungspotenziale der Stadt auswirkten.

Wie bei einem Baum sollen acht Kapitel Äste ausbilden, die sich eigenständig entwickeln sollen. Sie tragen die Überschriften „wohnliches“, „geschäftiges“, „schlaues“, „soziales“, „umweltfreundliches“, „lebenswertes“, „unser“ sowie „mobiles Darmstadt“.

Jedes Kapitel wird von einem Planungsbüro mit Bürgern bearbeitet, wobei jeweils eine eigene Beteiligungsstruktur möglich ist. Zuschke: „Das typisch Darmstädter Herz soll einfließen.“ Eine in allen Kapiteln einheitliche Handschrift sei nicht nötig.

Bei den bisherigen Beteiligungsprozessen wie beispielsweise zur Entwicklung der Lincoln-Siedlung habe sie gelernt, dass ein Thema eine ganz andere Dynamik bekomme, wenn durch die Verbindung von lokaler mit fachlicher Kompetenz Bürger-Anregungen in die Planung einflössen.

Der Masterplan 2030 soll Anfang Februar mit einer zweiteiligen Auftaktveranstaltung in der Centralstation beginnen. (ryp)

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