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In der Nacht zum Samstag wurde vor der Fassade des Regierungspräsidiums ein Transparent mit dem Namen der Mordopfer von Hanau und einem Zitat von einem der Opfer angebracht.
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In der Nacht zum Samstag wurde vor der Fassade des Regierungspräsidiums ein Transparent mit dem Namen der Mordopfer von Hanau und einem Zitat von einem der Opfer angebracht.

Darmstadt

Banner am Regierungspräsidium erinnert an die Terror-Opfer von Hanau

  • Jens Joachim
    vonJens Joachim
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Nächtliche Aktion zur mahnenden Erinnerung an die Mordopfer von Hanau am Luisenplatz. Das „Subversive Aktionskollektiv Darmstadt“ fordert ein Denkmal zum Gedenken an die Getöteten.

Nachdem es die Stadt Darmstadt in der vergangenen Woche untersagt hatte, am Ludwigsmonument - dem „Langen Ludwig“ - an die Opfer des rassistisch motivierten Terroranschlags von Hanau zu erinnern, haben Aktivist:innen des „Subversiven Aktionskollektiv Darmstadt“ (SAD) in der Nacht zum Samstag ein Banner vor der Fassade des Regierungspräsidiums Darmstadt am Luisenplatz aufgehängt.

Auf dem Transparent waren die Namen der neun Mordopfer und der Satz „Tot sind wir erst, wenn man uns vergisst“ von Ferhat Unvar, einem der Opfer, geschrieben worden.

Forderung nach einem Denkmal zum Gedenken an die Opfer von Hanau

Ein gemeinsames Gedenken mit dem „Bündnis gegen Rechts“ am Freitag hatte Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne) mit Verweis auf linksextreme Akteure im Bündnis abgelehnt. Stattdessen wurde eine aufgezeichnete Rede Partschs am Freitag auf verschiedenen Kanälen online gestellt.

Das SAD kritisierte in einer Mitteilung die ablehnende Haltung Partschs und fordert nun ein „nachhaltiges Denkmal zum Gedenken der Opfer“.

Kundgebungen, Demonstration und Online-Gedenken in Darmstadt

In Darmstadt hatten sich am Freitagnachmittag mehrere Hundert Menschen an Kundgebungen und einer Demonstration beteiligt, zu denen das „Bündnis gegen Rechts“ mit zahlreichen antifaschistischen und migrantischen Organisationen am Jahrestag des rassistischen Anschlags in Hanau aufgerufen hatte.

Während die Interventionistische Linke als Mitveranstalter von zirka 600 Menschen sprach, schätzte die Polizei die Zahl der Teilnehmer:innen auf rund 450. Die Kundgebung begann am Nachmittag auf dem Luisenplatz vor dem Gebäude des Regierungspräsidiums Darmstadt.

Demonstranten schließen sich Forderung der Terroropfer von Hanau an

An die Kundgebung schloss sich eine Demonstration zum nahen Mathildenplatz vor dem Komplex des Justizzentrums an. Zwei Sprecherinnen sagten, das Darmstädter Bündnis gegen Rechts schließe sich der Forderung der Angehörigen der Terroropfer nach Gerechtigkeit, Aufklärung und Konsequenzen an.

Getreu dem Motto „Say their names“ wurden die Namen der Ermordeten von Hanau auf einem großen Banner gezeigt, das mit oranger Farbe umrandet war. Auf einem weiteren Plakat wurde mit der Aufschrift „Von Hanau bis Moria – Rassismus tötet!“ auf das Schicksal von Geflüchteten im griechischen Flüchtlingslager Moria aufmerksam gemacht.

Darmstadts Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne) hatte es abgelehnt, an der Veranstaltung des Bündnisses gegen Rechts teilzunehmen, weil dieses auch mit linksextremen Gruppierungen zusammenarbeite. Die Stadt veröffentlichte am Freitag auf ihrer Internetseite und auf Youtube ein Video mit einer Rede Partschs, die aufgezeichnet worden war.

Terroranschlag von Hanau: Darmstadt streitet über Gedenken an Opfer

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