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Magistrat duckt sich

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Die CDU verschärft ihre Kritik an Kampfveranstaltungen wie der geplanten Mix Fight Gala am kommenden Samstag in der Böllenfalltorhalle

Die Darmstädter CDU verschärft ihre Kritik an Kampfveranstaltungen wie der geplanten Mix Fight Gala am kommenden Samstag in der Böllenfalltorhalle. "Die Stadt Darmstadt soll klar machen, dass hier kein Platz für Gewalt ist", verlangte der Stadtverordnete Ctirad Kotoucek. Die CDU werde bei der nächsten Sitzung des Stadtparlaments am 17. Dezember einen Antrag einbringen, derartige Veranstaltungen künftig zu unterbinden.

Die bisherige Politik des Magistrats gegenüber Kampfnächten nannte Kotoucek "völlig inakzeptabel". Bürgermeister und Sportdezernent Wolfgang Glenz (SPD) hatte erklärt, es sei juristisch nicht einfach, derartige Veranstaltungen zu verbieten. "Wenn der politische Wille vorhanden ist, solchen neuzeitlichen Gladiatorenkämpfen in Darmstadt die Grundlage zu entziehen, dann gibt es auch Wege", erwidert Kotoucek.

Er warf dem Magistrat vor, sich "kollektiv wegzuducken". Kurzfristig möge der Magistrat erklären, ob für die bevorstehende Veranstaltung eine Altersbeschränkung gelte; eine Begrenzung ab 18 Jahren "wäre das Mindeste", fordert der Stadtverordnete. Dies sei zum jetzigen Zeitpunkt, wo bereits 1500 Karten verkauft seien, nicht mehr möglich, teilte die städtische Pressestelle dazu gestern mit.

Verbot wird diskutiert

Die Vertreter des Fachamtes hätten mit dem Veranstalter und der Polizei dieses Thema erörtert und darauf hingewiesen, dass Minderjährige ohne Begleitung von Erwachsenen keinen Eintritt erhalten. Soweit Erwachsene mit ihren Kindern Karten erworben hätten, sei eine Untersagung zur Teilnahme an der Veranstaltung zum jetzigen Zeitpunkt nicht mehr möglich. Die Stadt werde sich in einer internen Arbeitsgruppe mit diesem Themenfeld beschäftigen, kündigte Pressesprecher Frank Horneff an.

Dabei soll durch rechtliche Vorgaben erreicht werden, dass Kampfsportveranstaltungen in städtischen Einrichtungen nicht mehr ausgerichtet werden und dafür auch keine Einrichtungen mehr gemietet werden können. Dies zu erreichen ist auch Inhalt des CDU-Antrags "Kein Platz für Gewalt". Auch auf die städtischen Tochtergesellschaften solle entsprechend eingewirkt werden. (bad/ryp)

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