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Noch gleicht der Übungsplatz bei der Jugendverkehrsschule einer Holperpiste.
Noch gleicht der Übungsplatz bei der Jugendverkehrsschule einer Holperpiste. © Marc Schüler

Gebäude und Übungsplatz der Jugendverkehrsschule werden saniert. Wegen eines penetranten muffigen Geruchs im Gebäude wurde die Jugendverkehrsschule im Sommer 2012 geschlossen.

Die Nachricht vom Ende der Rüsselsheimer Jugendverkehrsschule hat vor zwei Jahren die Gemüter bewegt, schließlich war sie für die Grundschüler der umliegenden Orte mehr als bloß eine Abwechslung vom Unterrichtsalltag. „Ich erinnere mich noch ganz genau, wie wir damals mit dem ,Ried-Bomber‘ von der Grundschule Nauheim hier hergefahren sind zum Verkehrsunterricht“, bekundete auch Stadtrat Nils Kraft (SPD), als er der Adam Opel Jugendverkehrsschule einen Besuch abstattete.

Wegen eines penetranten muffigen Geruchs im Gebäude wurde die Jugendverkehrsschule im Sommer 2012 geschlossen. Die Versuche, die Ursache für den Geruch zu ermitteln, blieben zunächst ohne Erfolg, zwei Gutachten schlossen aber eine Gesundheitsgefährdung aus. Jedoch untersagte die für die Verkehrserziehung zuständige Polizei den Verkehrsunterricht in diesem Gebäude aufgrund der üblen Gerüche. In der Albrecht-Dürer-Schule fanden die Verkehrserzieher ein Ausweichquartier.

Gemeinsam mit dem Schulträger Kreis Groß-Gerau suchte die Stadt Rüsselsheim nach einer dauerhaften Alternative für die Verkehrserziehung, stellte dabei aber fest, dass der Weiterbetrieb der Anlage im Ostpark am wirtschaftlichsten wäre. Daher beauftragte man das Architekturbüro Mittelstädt im Juni 2015. Dabei wurde die Ursache für den Gestank schnell ermittelt: Feuchtigkeit in den Holzbalken der Dachkonstruktion, gepaart mit unregelmäßigem Heizen hatte zu den unangenehmen Gerüchen geführt. In einer sechswöchigen Bauphase werden die Mängel nun beseitigt.

Feuchtigkeit staute sich

„Das Flachdach wurde schon damals ordnungsgemäß angelegt, aber es gab bauliche Veränderungen an Dämmung und Rigipsdecke, die letztlich dazu führten, dass die Feuchtigkeit sich staute“, erklärte Adrienne Mittelstädt vom Architekturbüro.

Zusammen mit Stadtrat Nils Kraft und Clemens Swidurski vom Fachbereich Gebäudewirtschaft der Stadt Rüsselsheim wurde das Gebäude besichtigt und die Arbeitsschritte für die kommenden sechs Wochen besprochen. Die Sanierung des Daches, das Streichen der Wände und den Austausch der sanitären Anlagen im Gebäude kosten 75 000 Euro, die erst einmal die Stadt Rüsselsheim trägt, erklärte Kraft. Dabei stehe aber schon fest, dass sich die Ortsverkehrswacht, die das Gebäude auch als Vereinsheim nutzt, mit 25 000 Euro an den Kosten beteiligt. Ebenso kommt ein Zuschuss vom Kreis Groß-Gerau als Schulträger.

In die Jahre gekommen ist auch die Asphaltdecke des Übungsplatzes, auf der der Straßenparcours angelegt ist. Wie Flickwerk wirken manche Stellen, was für die Kinder auf ihren Fahrrädern sicher nicht die optimalen Bedingungen bietet, jedoch andererseits die realistisch schlechten Zustände im normalen Straßenverkehr abbildet. „In den Herbstferien soll der Platz neu asphaltiert werden, dann herrschen hier auch wieder optimale Bedingungen“, kündigte Kraft an. Die Kosten dafür soll wiederum die Stadt Rüsselsheim tragen. Sie sind nicht in den veranschlagten 75 000 Euro enthalten. (eda)

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