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Luisenplatz entlasten

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Am Luisenplatz sind viele Bahnen und Busse unterwegs.
Am Luisenplatz sind viele Bahnen und Busse unterwegs. © Roman Grösser

Der Nahverkehr soll besser über die Stadt verteilt, der Luisenplatz und die Bismarckstraße entlastet werden: Das sieht der gemeinsame Nahverkehrsplan von Stadt und Landkreis vor. Ein flexibleres Tarifsystem ist allerdings nicht in Sicht.

Der Darmstädter Luisenplatz ist überlastet: 41.000 Fahrgäste nutzen dort jeden Tag die öffentlichen Verkehrsmittel. Gleiches gilt für die Bismarckstraße, wo täglich 600 Busse verkehren. Diese Stellen zu entlasten, ist ein Ziel des gemeinsamen Nahverkehrsplans, den die Stadt Darmstadt und der Landkreis Darmstadt-Dieburg für die Jahre 2011 bis 2016 beschlossen haben. Die Pläne stellte Verkehrsdezernent Dieter Wenzel (SPD) gestern vor.

Über 42 Millionen Fahrgäste seien im vergangenen Jahr in Dadina-Land befördert worden. Dem Ziel, noch mehr Fahrgäste in Bus und Bahn zu bekommen, dienen vor allem zwei Projekte: Eine Verlängerung der Straßenbahnlinie 3 von der Akademie für Tonkunst durch das Gebiet der Konvergenzfläche Cambrai-Fritsch-Kaserne bis zur Heinrich-Delp-Straße, sowie eine bessere Anbindung der TU-Lichtwiese. Ein Gleis-Abzweig an der Nieder-Ramstädter-Straße bis in den Campus Lichtwiese wird geprüft. Die Lichtwiese würde dann sowohl von Osten (Odenwaldbahn-Haltestelle) wie von Westen her erschlossen. Angesichts der Kosten für die Straßenbahn (drei Millionen Euro pro Kilometer), wären Busse eine mögliche Alternative.

Im Mai soll ein Lenkungsausschuss über die Weiterentwicklung des ÖPNV beraten. Er tage, so Wenzel, zum ersten Mal im Mai. Neben Wenzel sind Landrat Klaus Peter Schellhaas, sowie Vertreter der Heag-Holding AG, der Dadina und der Heag mobilo GmbH mit dabei.„Man muss intelligenter mit Geld umgehen“, fordert Wenzel, verweist auf den nötigen Ausbau von Bike & Ride-Plätzen und bessere Informationen für den Kunden bei Unfällen oder Umleitungen.

Nur das Angebot zu vergrößern würde aber nicht gehen, betonte Matthias Altenhein von der Dadina: „Wir müssen besser in die Köpfe der Kunden.“ Dazu diente unter anderem eine neue Image-Kampagne. Außerdem sollen Firmen zur Einführung des Job-Tickets beraten werden, und ehrenamtliche Helfer sollen Senioren über Bus und Bahn informieren.

Und wie wäre es mit einem bunteren, flexiblerem Tarifsystem? „Ach, Tarifgestaltung“, winkt Wenzel ab, „der RMV hat ein sehr starkes Eigenleben.“ (phg)

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