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DJ Lucas legt für alle auf

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Die erste inklusive Disko im Martinsviertel soll stadtweit Schule machen.

Bis sich das Heiner-Lehr-Zentrum glaubhaft in eine Disko verwandelt sind umfangreiche Arbeiten notwendig. Nichtsdestotrotz sind die Organisatoren extrem zuversichtlich, dass sie das hinkriegen. Noch ist etwas Zeit, mit Licht und glänzenden Rettungsdecken ein kleines Wunder zu schaffen.

Am heutigen Freitag ist Premiere für ein Projekt, von dem sich die Verantwortlichen erhoffen, dass es stadtweit Schule macht. Sagen Ulrike Schaab, Koordinatorin der Hochschule fürs Inklusive Martinsviertel, Ute Laucks, neue Koordinatorin für Inklusive Projekte bei der Stadt, Gemeindepädagogin Birgit Heckelmann von der veranstaltenden Martin-Luther-Gemeinde und natürlich Discjockey Lucas Wermann (17).

Entstanden ist die Idee auf eine Bitte der Elternschaft der Graupnerschule hin, erzählt Ulrike Schaab. „Sie wollten eine Disko für alle Kinder.“ Ulrike Schaab ging damit in den Arbeitskreis „Café Freie Zeit“, in dem „total bunt“ Vertreter von Jugendeinrichtungen, Kirche, Senioren, Jugendliche, Einrichtungen der Behindertenhilfe und Interessierte mit und ohne Behinderungen sitzen.

Stadt und Betriebe helfen

Gemeindepädagogin Birgit Heckelmann sagte sofort zu: „Wir haben das Know How, die Erfahrung und das Material und ich kenne bestimmt 25 Leute, die helfen würden.“ Tatsächlich stieß die Idee auch bei den anderen auf breite Zustimmung. Nicht zuletzt bei DJ Lucas, der sich schon immer für Musik interessiert hat, auf Privatfesten mit dem Auflegen angefangen hat und inzwischen aus seinem Laptop und der DJ-Konsole alles an Hip-Hop, Black Music, Charts oder Oldies rausholt, was drauf ist. „Ich hab’ ein ziemlich breit gefächertes Musikangebot“, sagt er.

Lucas hat auch Freunde mit Spezialfähigkeiten. Frederick, der sich schon immer für Computer interessiert hat, gestaltete den Flyer. Christian ist für die Lichttechnik bei der Inklusiv-Disko zuständig. Lucas selbst macht gerade Praktikum bei den Eberstädter Veranstaltungstechnikern MKM – sie unterstützten die Veranstaltung ebenso wie die Stadt und einige Betriebe aus dem Martinsviertel. Das freut Ulrike Schaab, weil die gemeinsame Planung für sie ein Musterbeispiel für Inklusion ist. „Wenn die Disko ein Erfolg wird und sich weiterhin Sponsoren finden, geht es weiter“, sagt Ulrike Schaab. (rwb.)

Disko inklusiv heißt es heute, 17. Mai, im Heiner-Lehr-Zentrum am Kopernikusplatz. Für die Jüngsten wird von 17 bis 18.30 Uhr eine Zumba-Disko angeboten. Anschließend tanzen die Größeren bis 21.30 Uhr.

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