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Lotse für sozial engagierte Jugendliche

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Der 18-jährige Mario Mangel hat mit Kseniya aus Fernwald den Innovationspreis der Start-Stiftung gewonnen. Die beiden haben sich mit dem Projekt „Puls-Camp“ beim Wettbewerb angemeldet. Es richtet sich an Jugendliche, die sich engagieren wollen, aber keine Ahnung haben, wie man das macht.

Die Start-Stiftung fördert engagierte, leistungsbereite Schüler mit Migrationshintergrund. Mario Mangel aus Arheilgen ist einer von ihnen. Der Stipendiat hat nun einen Innovationspreis gewonnen. Er will mit seinem Projekt Schüler anleiten, die sich engagieren wollen, aber nicht wissen, wo und wie.

Mangel ist 18, geht in die zwölfte Klasse eines beruflichen Gymnasiums mit naturwissenschaftlich-technischem Schwerpunkt in Dreieich, und wird seit der zehnten Klasse, die er noch in der Stadtteilschule Arheilgen absolviert hat, von der Start-Stiftung gefördert. Dieses Start-Stipendium kriegt nur, wer zum Beispiel eine Mutter aus Ghana hat, sozial engagiert ist und obendrein gut in der Schule. Auf Mario trifft das alles zu.

Seither bekommt er hundert Euro Bildungsgeld im Monat, die er in Klavier und Klavierunterricht investiert, 500 Euro Zusatzförderung im Jahr zum Beispiel für Klassenfahrten, „und dazu macht die Stiftung Bildungsangebote“, berichtet Mario. Bei der Start-Stiftung beworben hatte er sich mit einem schulübergreifenden Schokonikolaus-Verschenk-Projekt. Mit seinem Abitur kommendes Jahr läuft die Förderung aus. Mit der Start-Stiftung aber bleibt er verbandelt, weil sich auch Ehemalige für den jährlichen Engagement-Wettbewerb der Stiftung bewerben können. Mario hat schon in diesem Jahr mit Stipendiatskollegin Kseniya aus Fernwald in Mittelhessen den Innovationspreis abgeräumt.

Die beiden haben sich mit dem Projekt „Puls-Camp“ beim Wettbewerb angemeldet. „Man bringt für eine Woche Jugendliche zusammen, die sich engagieren wollen, aber keine Ahnung haben, wie man das macht“, so Mangel. Das erste Puls-Camp soll in den Sommerferien 2016 in Darmstadt sein. Mit seinem Abi wird Mario allerdings nicht Soziale Arbeit studieren, sondern Maschinenbau. „Damit kann ich auf Dauer in Ghana mehr erreichen“, glaubt er. (rwb)

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