Darmstadt

Lokaler Online-Shop soll den Einzelhandel stärken

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Die Hochschule Darmstadt hat mit einer Umfrage einiges über das Einkaufsverhalten der Bürger herausgefunden. Die Ergebnisse fließen nun in den Aufbau eines lokalen Online-Shops ein.

Einen lokalen Online-Shop mit umweltfreundlichem Lieferservice würde eine Mehrheit der Darmstädterinnen und Darmstädter nutzen. Zugleich kaufen viele von ihnen nach wie vor in der Innenstadt ein und lassen dabei das Auto stehen. Lebensmittel und Baumarktartikel besorgen sie allerdings oft mit dem Auto. Das sind zentrale Ergebnisse der neuesten Bürgerpanel-Umfrage, durchgeführt von Forschenden der Hochschule Darmstadt aus dem Projekt „Systeminnovation für Nachhaltige Entwicklung“ in Kooperation mit dem Darmstadt Marketing und der Digitalstadt Darmstadt.

Die Umfrage
Alle Ergebnisse der ersten Bürgerpanel-Befragung gibt es unter https://buergerpanel.h-da.de.

Auf dieser Seite können sich Interessierte auch zur Teilnahme am Bürgerpanel anmelden. Etwa zweimal pro Jahr werden sie dann von der Hochschule zu einer Onlinebefragung eingeladen.

Bei der Umfrage haben einer Mitteilung der Hochschule Darmstadt zufolge 598 Menschen Auskunft darüber gegeben, wo sie bevorzugt einkaufen und wie sie die Produkte transportieren. Ziel der Befragung war, mehr über das Einkaufs- und Mobilitätsverhalten der Menschen in Darmstadt und die Akzeptanz für einen lokalen Online-Shop herauszufinden. Mit ihm könnte der Verkehr in der Stadt reduziert und die Luftqualität verbessert werden, wenn dadurch weniger Autos führen, heißt es. Zugleich könnte ein Online-Shop den Darmstädter Einzelhandel im hart umkämpften Internethandel stärken.

Auf die Frage, ob sie dieses Angebot nutzen würden, antworten 64 Prozent der Befragten mit „stimme voll und ganz zu“ oder „stimme zu“. Die Befragten sehen aber auch die Probleme wie Müll und Lieferverkehr.

Wunschartikel in einem Darmstädter Online-Shop sind den Angaben zufolge insbesondere Drogerieartikel (59 Prozent), Bücher, Zeitungen und Zeitschriften (58 Prozent) und Baumarktartikel (46 Prozent).

Zugleich gäben die Befragten an, dass sie viel in der Innenstadt und sogar in der Fußgängerzone einkauften. Mehrheitlich würden die Produkte zu Fuß, mit dem Fahrrad oder öffentlichen Verkehrsmitteln transportiert. Drogerieartikel sowie Bücher, Zeitungen und Zeitschriften ließen sich die Befragten bereits heute liefern.

Die Umfrage-Ergebnisse fließen nun in die Vorbereitungen für das „Digitale Schaufenster“ ein. Es soll im vierten Quartal dieses Jahres starten und zunächst zum Beispiel die Suche nach Einzelhändlern oder Branchen ermöglichen.

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