1. Startseite
  2. Rhein-Main
  3. Darmstadt

Leuchtende Aphorismen

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Lara Feder

Kommentare

Ein neues Kunstwerk ziert das TU- Gebäude des Hochleistungsrechners. Die Passagen in Binärcode und Klartext erinnern gleichermaßen an den Namenspaten des Rechners wie an die Rechenvorgänge im Inneren des Gebäudes.

Passagen aus den „Sudelbüchern“ des Universalgelehrten Georg Christoph Lichtenberg leuchten in Binärcode und Klartext seit gestern als Installation an der Fassade des Hochleistungsrechner-Gebäudes der Technischen Universität (TU). Mit dem Kunstwerk „HLR Lichtenberg1“ will die Künstlerin Karwath+Todisko gleichermaßen Bezug auf den Namenspaten wie auf die Rechenvorgänge im Inneren des Gebäudes nehmen, teilt die TU mit. Denn Binärcodes bilden die Grundlage des Rechenprozesses. Mittels Binärcode können auch Informationen auf eine Fläche, bestehend aus einzelnen Leuchtelementen, übertragen werden.

Der Titel der Installation bezieht sich auf den Namensgeber des Hochleistungsrechners, Georg Christoph Lichtenberg, der 1742 in Ober-Ramstadt bei Darmstadt geboren wurde. Heute ist er vor allem für seine schriftstellerischen Arbeiten bekannt. In sogenannte Sudelbücher notierte er ein umfangreiches aphoristisches Werk, das ihn als vielseitig interessierten und ironisch-humorvollen Menschen zeigt. Viele seiner Gedanken lesen sich erstaunlich aktuell. Konzipiert wurde das Kunstwerk als Auftragsarbeit der TU von der unter dem Pseudonym Karwath+Todisko arbeitenden Künstlerin Inna Wöllert. Sie lebt und arbeitet in Darmstadt. laf

Auch interessant

Kommentare