+
Der 1981 verstorbene HAP (Hans Andreas Paul) Grieshaber gilt als herausragender Holzschneider. 

Darmstadt

Die letzten Dinge in Darmstadt

  • schließen

Eine HAP-Grieshaber-Ausstellung im Künstlerhaus Ziegelhütte beschäftigt sich nicht nur mit Kunst, sondern auch mit dem Tod.

Der 1981 verstorbene schwäbische Künstler HAP Grieshaber (eigentlich Hans Andreas Paul) gilt als einer der bedeutendsten deutschen Künstler der Nachkriegszeit, 1961 gewann er den Kunstpreis der Stadt Darmstadt. Sein großartiger 40-teiliger Zyklus „Totentanz von Basel“, in dem er sich auf ein berühmtes, im 19. Jahrhundert zerstörtes mittelalterliches Vorbild bezieht, ist jetzt bis zum 3. November jeweils samstags und sonntags von 15 bis 19 Uhr im Darmstädter Künstlerhaus Ziegelhütte in der Kranichsteiner Straße 110 zu sehen.

Das Ungewöhnliche an der Ausstellung: Nicht nur in den farbigen Holzschnitten steht der Tanz von Lebenden und Toten im Mittelpunkt, Tod und Sterben sind auch das Thema des interessanten Begleitprogramms, das zusammen mit dem Evangelischen Hospiz- und Palliativ-Verein Darmstadt angeboten wird.

Am kommenden Samstag, 19. Oktober, führt Heidi Kriegbaum um 15 Uhr durch die Ausstellung. Am •Sonntag, 20. Oktober, liest Lea Matusiak um 15 Uhr eigene Texte in der Ausstellung, begleitet am Cello von Emilia Frank.

Am Mittwoch, 23. Oktober, 19 Uhr, berichtet die Bestatterin Sabine Eller davon, was Trauerbegleitung am Lebensende bedeutet und welche Abschiedsrituale es gibt.

„Leben Sie wohl und glücklich“ heißt die Lesung aus Abschiedsbriefen der vergangenen 500 Jahre, unter anderem Heinrich von Kleist, Oscar Wilde, Kurt Tucholsky, Thomas Mann oder Helmuth James Graf von Moltke am Sonntag, 27. Oktober, 19 Uhr, mit Katja Behrens und Emilia Frank am Cello.

Anneli Lichtenberger berichtet am Dienstag, 29. Oktober, 19 Uhr, über die Möglichkeiten zur Vorsorge für die letzte Lebensphase und darüber hinaus. Am Donnerstag, 31. Oktober, 19 Uhr, spricht Anette Seelinger über Grieshabers bildgewaltige Holzschnitte „Über die Kraft der Kunst im Umgang mit Leben und Tod“. Die Ausstellung endet am Sonntag, 3. November, 15 Uhr, mit einer Finissage und Gesprächen, musikalisch begleitet von Trollius Weiss. (aph)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare