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Leben auf dem EAD-Gelände

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21 000 Quadratmeter Baufläche stehen bald an der Niersteiner Straße zur Verfügung.
21 000 Quadratmeter Baufläche stehen bald an der Niersteiner Straße zur Verfügung. © Nikolaus Heiss

Der EAD-Betriebshof zieht im Herbst auf die Knell um und macht auf dem Areal zwischen Niersteiner Straße und Kattreinstraße Platz für neue Wohnungen.

Bessungen und das nördliche Eberstadt werden als Wohngebiete von den ehemaligen Flächen der US-Army in Darmstadt am meisten profitieren. In den ehemaligen Quartieren mit Kasernen und Wohngebäuden für US-Soldaten und ihre Familien im Süden Darmstadts sollen 3000 Menschen eine neue Heimat finden.

Während die Debatte um die Neugründung der Quartiere Lincoln-Siedlung, Cambrai-Frisch-Kaserne und Jefferson-Siedlung läuft, blieb bisher eine andere Konversionsfläche außen vor: Auch auf dem zur Zeit noch genutzten Gelände des EAD-Betriebshofs zwischen Niersteiner Straße und Kattreinstraße nämlich wird verdichtende Wohnbebauung als „eindeutige Präferenz“ gesehen, wie es Brigitte Lindscheid (Grüne), die neue Planungs- und Baudezernentin, bestätigt.

Seit einem Jahr wird auf dem neuen EAD-Gelände auf der Knell gebaut. Dort werden alle EAD Betriebsstätten zusammengefasst. In der Haasstraße, in der Gräfenhäuser Straße und an der Niersteiner gab es für die einzelnen Standorte keine Erweiterungsmöglichkeiten mehr, auf dem südwestlichen Teil der Knell steht dagegen ausreichend Platz zur Verfügung, nämlich satte 4,6 Hektar Fläche.

Zur Zeit sind in der Niersteiner Straße noch die EAD-Verwaltung, die Recycling-Station, dazu Werkstatt, Tankstelle sowie die Lagerhallen für Salz und Splitt untergebracht. Der Hof fungiert als Abstellplatz für den Fuhrpark.

Der EAD-Wegzug von Bessungen an den Südrand von Arheilgen soll im Herbst abgeschlossen werden. Dann stehen in direkter Nachbarschaft zum Technischen Rathaus der Bauverwaltung und zum Gebäuderiegel des Eigenbetriebs Immobilienmanagement Darmstadt 21?000 Quadratmeter für den Wohnungsbau zur Verfügung.

Darmstadt wächst, immer mehr Menschen ziehen zu. „Wir haben ja einen gewissen Handlungsdruck. Die Vorgabe, rund 600 Wohnungen im Jahr neu bereitzustellen, liegt auf dem Tisch“, sagt Lindscheid. „Insoweit müssen wir an das EAD-Gelände so schnell wie möglich ran.“

Dazu muss aber zunächst einmal der Umzug gelingen. Sind dann Ende 2011 alle Lager, Werkstätten und Büros geräumt, kann der Neubeginn starten. Derzeit wird das Grundstück bewertet. Wichtiger Punkt dabei sind die Altlasten. Hier winkt jedoch Thomas Rädge von IDA gelassen ab. Keine Entsorgungsrisiken und Unwägbarkeiten im Boden? Rädge schüttelt den Kopf. „Auf dem Gelände wurde schon in der Vergangenheit saniert. Insgesamt sieht das ganz gut aus für uns.“

????Wie schnell die Veräußerung des Geländes vonstatten geht, welche Vorgespräche eventuell bereits laufen, wer kaufen wird oder soll, welche Art der Wohnbebauung zu bevorzugen ist – diese Fragen lässt Lindscheid im Augenblick unbeantwortet. ( phg)

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