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VHS laufen Lehrkräfte davon

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Bildungsstätte nicht wettbewerbsfähig.

Volkshochschule in Not! Diesen Eindruck konnte man jedenfalls gewinnen, als Verdi-Vertrauensleute-Sprecherin Michaela Stasche beim Treffen des „Aktionsbündnisses für soziale Gerechtigkeit“ im Zentrum der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) in der Weisenauer Straße von ihrem Gespräch mit einem Vhs-Insider berichtete. Denn während die Nachfrage nach Sprachkursangeboten durch den stetig anschwellenden Flüchtlingszustrom weiterhin zunimmt, geht das Angebot an qualifizierten Lehrkräften offenbar zurück.

Hilfe von der Stadt notwendig

So schaue sich das Personal dank der vom Land Hessen angestoßenen Investitionen und neu geschaffenen Stellen zur Integration der Zugewanderten zunehmend nach besseren Arbeits- und Verdienstmöglichkeiten um. Die Volkshochschule könne im Wettbewerb nur bestehen, wenn die Stadt ihr finanziell unter die Arme greife und eine Garantie gebe, die steigenden Personalkosten zu tragen, erklärte Stasche weiter.

Das hieße dann auch, dass man vielen Sprachmittlern eine zumindest befristete Anstellung nach Tarif statt freier Mitarbeit auf Honorarbasis anbietet. Ansonsten dürfte im kommenden Studienjahr der Bedarf im Bereich Deutsch als Fremdsprache wohl kaum zu decken sein. Derzeit jedenfalls sei man „nur am Löcher stopfen“, schloss Stasche ihre Ausführungen. „Nun rächt sich die Politik der vergangenen Jahre, die zunehmend auf prekäre Beschäftigung im Weiterbildungssektor gesetzt hat“, bemerkte Bernd Heyl, Kreisvorsitzender der Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW), daraufhin spitz. (eda)

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