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Eine Lehrerin und ein Lehrer der Heinrich-Emanuel-Merck-Schule in Darmstadt sowie Schulleiter Peter Schug (re.) freuen sich über die neuen Geräte, die aber erst noch von IT-Fachleuten konfiguriert werden müssen.
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Eine Lehrerin und ein Lehrer der Heinrich-Emanuel-Merck-Schule in Darmstadt sowie Schulleiter Peter Schug (re.) freuen sich über die neuen Geräte, die aber erst noch von IT-Fachleuten konfiguriert werden müssen.

Darmstadt

Kritik an symbolischer Übergabe von Laptops für Lehrkräfte in Darmstadt

  • Jens Joachim
    VonJens Joachim
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Die vom Land Hessen gelieferten 1000 neuen Geräte müssen erst noch im Medienzentrum der Stadt Darmstadt konfiguriert werden, so dass sie erst im Sommer an die Lehrerinnen und Lehrer ausgegeben werden. Der Darmstädter SPD-Landtagsabgeordnete Bijan Kaffenberger kritisiert die Stadt und die Landesregierung für die symbolische Übergabe und die Verzögerung bei der Ausgabe der Geräte.

Erstmeldung vom Dienstag, 29.03.2021, 18.42 Uhr: Seit zweieinhalb Jahrzehnten nutzen Lehrkräfte in Hessen fast ausschließlich ihre privaten Computer für die Unterrichtsvorbereitung. Am Montag hat das Land damit begonnen, sie mit Tablets und Laptops auszustatten. Die ersten zwei von bislang 1000 Geräten überreichten Kultusminister Alexander Lorz (CDU), der Darmstädter Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne) und Bürgermeister Rafael Reißer (CDU) symbolisch einer Lehrerin und einem Lehrer der Heinrich-Emanuel-Merck-Schule in Darmstadt.

Land Hessen stellt 50 Millionen Euro für Laptops und Tablets bereit

Für die Ausstattung der Schulen mit mobilen Endgeräten stünden insgesamt 50 Millionen Euro zur Verfügung, davon zwölf Millionen aus dem hessischen Sondervermögen, sagte Digitalministerin Kristina Sinemus (CDU), die wegen einer Warnmeldung über die Corona-Warn-App vorsorglich nur digital an der Veranstaltung teilnahm.

Insgesamt will das Land nach Minister Lorz’ Angaben mit der Unterstützung des kommunalen IT-Dienstleisters Ekom 21 rund 73 000 Geräte über die jeweiligen Schulträger – also die kreisfreien Städte und Kreise – anschaffen.

Minister Lorz: „Bei der Digitalisierung nicht gerade die Avantgarde gewesen“

Sinemus sagte zwar, die Geräte sollten „schnellstmöglich“ den Lehrkräften zur Verfügung gestellt werden. Zumindest in Darmstadt wird dies allerdings noch etwa vier Monate dauern. Schuldezernent Reißer sagte, zunächst müssten die Geräte im städtischen Medienzentrum konfiguriert werden.

Vorgesehen sei, die ersten 1000 Laptops und Tablet-Computer sowie 800 weitere Geräte den Lehrkräften bis zu den Sommerferien auszuhändigen. Zudem seien noch einmal 100 Geräte geordert worden; der Mehrbedarf war erst später festgestellt worden. Lorz räumte auf Nachfrage ein, beim Thema Digitalisierung „nicht gerade die Avantgarde gewesen“ zu sein.

SPD-Politiker Kaffenberger: Laptop-Übergabe „nicht mehr als ein Symbol“

Update vom Mittwoch, 31.03.2021, 21.30 Uhr: Der SPD-Landtagsabgeordnete Bijan Kaffenberger hat unterdessen die Stadt Darmstadt und die Landesregierung für die am Montag erfolgte symbolische Übergabe von 1000 Laptops und Tablets kritisiert.

Die Übergabe an zwei Lehrkräfte sei „nicht mehr als ein Symbol“. Dass es nun noch vier Monate dauere, bis alle Geräte im städtischen Medienzentrum konfiguriert würden, um sie erst dann den Lehrerinnen und Lehrern auszuhändigen, „grenzt an Satire“, äußerte Kaffenberger in einer Mitteilung.

Landtagsabgeordneter Kaffenberger (SPD) kritisiert Ministerien

Laut Zahlen des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestags rangiere das Land Hessen beim Abruf von Geld aus dem Digitalpakt nur auf Platz 13 aller Bundesländer. Offenbar fehlten dem hessischen Kultusministerium „die Kompetenzen, die Umsetzung des Digitalpakts zu managen und das Digitalministerium schaut dabei tatenlos zu“, moniert Kaffenberger.

Ein Lehrer, der in Darmstadt wohnt, aber in Bayern arbeitet, berichtete der FR hingegen, dass dort die Laptops für Lehrkräfte sogar erst im Winter zur Verfügung gestellt würden.

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