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Landrat gegen Nordtrasse

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Die Nordanbindung Darmstadts an den Flughafenbahnhof Frankfurt anstelle eines eigenen ICE-Halts stößt im Landkreis Darmstadt-Dieburg auf heftige Kritik.

„Wir vergeben unsere letzte Chance, Einigkeit gegenüber der Bahn zu demonstrieren, wenn Darmstadt jetzt aus dem einzig verbliebenen Konsens der Region ausschwenkt“, wendet sich Landrat Klaus Peter Schellhaas (SPD) gegen diese Pläne.

Am Dienstag war in einer gemeinsamen Sitzung des Verkehrs- und Umweltausschusses in Darmstadt intensiv die Nordanbindung diskutiert worden. Dabei deutete sich ein Kurswechsel vom bisherigen starren Festhalten an einem ICE-Halt an. Die Nordanbindung ist nach Ansicht von Schellhaas zwar „eine wichtige und absolut notwendige Ergänzung“, sie ersetze aber nicht den Halt in Darmstadt. Man könne zwar über das Wie, aber nicht über das Ob streiten, heißt es in einer Pressemitteilung.

Unterdessen werten die Grünen die neue Entwicklung als das endgültige Aus für den von Oberbürgermeister Walter Hoffmann (SPD) zuletzt geforderten Fernbahnhof im Westen der Stadt. Bei der jetzt diskutierten Nordanbindung müsse jedoch die Finanzierung kritisch hinterfragt werden, erklärt Fraktionschefin Brigitte Lindscheid. Diese sei von den Kommunen nicht zu bewältigen. Zudem fordert Lindscheid zusätzlich zu einer Anbindung nach Norden auch bessere Verbindungen nach Mannheim, Heidelberg und Aschaffenburg.

Verschlechterungen für die Anbindung nach Süden sind auch ein Kritikpunkt der CDU, die verhindern will, dass der Hauptbahnhof abgehängt wird. Dass Hoffmann nun vom Fernbahnhof abrückt, verwundert Fraktionschef Reißer. Die FDP wertet die Nordanbindung dagegen als „tragfähige Lösung für die Region“. ( rf)

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