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Land stoppt Verkauf von Wohnhäusern

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Von: Jens Joachim

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Das Land Hessen und die Stadt Darmstadt führen Gespräche zur Zukunft der Landesimmobilien nahe der JVA Eberstadt. Die Wohnhäuser sollten verkauft werden.

Das Land hat den geplanten Verkauf von Wohnhäusern in der Nähe der Justizvollzugsanstalt (JVA) in Darmstadt-Eberstadt gestoppt. Laut einer gemeinsamen Mitteilung des Finanzministeriums sowie des Ministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz wurden die Landesimmobilien an der Marienburgstraße schon 2010 und 2014 den Mietern zum Kauf angeboten. Bis Anfang der vorigen Woche wurden dann nach Angaben der Ministerien die 36 Wohnungen öffentlich zum Verkauf angeboten. Die geplante Veräußerung sei nun gestoppt worden, da es inzwischen mit der Stadt „gute und vertrauliche Gespräche über die Zukunft der Immobilien“ geführt würden. Eine erste Kontaktaufnahme sei bereits vor einigen Wochen erfolgt.

Konkret gehe es darum, ob sich die Stadt in das seit Jahren laufende Verfahren zur Zukunft des Areals mit der „Idee einer Konzeptvergabe“ einbringen könne und wolle, was seitens der Ministerien befürwortet würde. In der Mitteilung heißt es auch, dass der Schutz der Mieter und die Schaffung bezahlbaren Wohnraums „auf jeden Fall berücksichtigt“ werde.

Die Darmstädter SPD und die SPD-Landtagsfraktion hatten den geplanten Verkauf zuvor kritisiert. Das Thema steht heute auch auf der Tagesordnung der Stadtverordnetenversammlung. Die SPD will den Magistrat beauftragen, sich dafür einzusetzen, dass die vom Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen zum Verkauf angebotene Wohnanlage, die aus 34 Reihenhäusern und einem Doppelhaus besteht, „nicht veräußert wird, sondern in Landesbesitz verbleibt und nach sozialen Kriterien vermietet wird“. Sollte der Verkauf nicht abzuwenden sein, spricht sich die SPD dafür aus, einen Kauf der Immobilien durch die Stadt oder die städtische Bauverein AG zu prüfen und darüber mit dem Landesbetrieb zu verhandeln.      

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