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Lage schnell entspannen

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Darmstadt Grün-Schwarz will Angebot für Schulkinder ausbauen

Die neue grün-schwarze Koalition will dem Mangel an Hortplätzen mit einem Ausbau der Schulkinderbetreuung begegnen. „Daran arbeiten wir mit Hochdruck“, versichert die künftige Dezernentin für Kinderbetreuung, Barbara Akdeniz (Grüne). Dem Anspruch der Bürgerbeteiligung folgend, gebe es Gespräche mit Eltern und anderen Akteuren in Kranichstein und im Martinsviertel.

„Wir schauen uns alle Stadtteile an.“ Sobald der Bedarf pro Viertel abgeklopft ist, soll eine Magistratsvorlage entstehen. Die Voraussetzungen zur Umsetzung seien günstig angesichts des Sofortprogramms, das fünf Millionen Euro für den Betreuungsausbau vorsieht.

Auch das Land ist in der Pflicht

Ziel sei, bis zum neuen Schuljahr Lösungen zu finden, um die Lage zu entspannen. So soll an der Erich-Kästner-Schule in Kranichstein die Nachmittagsbetreuung erweitert werden. Auch will man Elterninitiativen unterstützen, die einen Hort aufbauen wollen. Will die Stadt selbst Horte schaffen? „Längerfristig müssen wir das im Auge behalten.“ Doch sähe sie die Schulkinderbetreuung in erster Linie an den Schulen verortet, da müsse das Land mehr tun in Sachen Ganztagsschule.

Unabhängig davon will Grün-Schwarz für die gesamte Betreuungssituation ein Programm auflegen, das Krippe, Kindergarten und Hort im Blick hat – unter Einbeziehung der Eltern. Bei der Betreuung habe man auf die vom Land zu schaffende Ganztagsschule gesetzt. Wie das Presseamt mitteilt, gibt es in Darmstadt aktuell 1040 Hortplätze, davon 667 in städtischer Trägerschaft. Dem stehen 5151 Grundschüler gegenüber, von denen 1200 Angebote der Nachmittagsbetreuung nutzen. Lindgren-, Ebert-, Heine- sowie Kollwitzschule wurden neu ins Förderprogramm „Ganztägig arbeitende Schule“ des Landes aufgenommen. Sämtliche Grundschulen erhalten zudem Geld aus dem Programm „Betreuende Grundschulen“ für Nachmittagsbetreuungsangebote. ( aw)

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