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Die Lage bleibt angespannt

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Während Kinder einen Rechtsanspruch auf Krippen- und Kindergartenbetreuung haben, stehe trotz bereits erfolgten Ausbaus nur etwa der Hälfte der Schulkinder ein Betreuungsplatz zur Verfügung.

Die Betreuungssituation im Schulkinderbereich ist stellenweise sehr angespannt. Das wissen auch Darmstadts Schuldezernent Rafael Reißer (CDU) und die Leiterin des städtischen Schulamts, Bettina Kroh. Während Kinder einen Rechtsanspruch auf Krippen- und Kindergartenbetreuung haben, stehe trotz bereits erfolgten Ausbaus nur etwa der Hälfte der Schulkinder ein Betreuungsplatz zur Verfügung, sagen die beiden.

Die Stadt tue einiges, um die Lage zu entspannen. Man habe 2014 ein Zwei-Millionen-Programm über drei Jahre aufgelegt und investiere hiervon jährlich bis zu 750 000 Euro in den Ausbau. So würden zum Beginn des neuen Schuljahrs zusätzliche Plätze geschaffen an der Astrid-Lindgren-Schule, Erich-Kästner-Schule oder Heinrich-Hoffmann-Schule.

Doch das genügt nicht. „Wir haben bestimmt einen Bedarf in der Stadt, der bei 80 Prozent liegt“, stellt Schulamtsleiterin Kroh fest. Doch diese Quote zu erfüllen, sei schwierig. „Geld alleine ist es nicht“, betont sie. Es müsse eben auch ausgebaut werden. Deswegen setzt die Stadt auf Container, die nach Bedarf aufgestellt werden. Doch das sei nicht kurzfristig machbar: Hierzu bedürfe es Baugenehmigungen. Parallel dazu wachse die Zahl der Kinder durch Zuzug nach Darmstadt. Der Ausbau bringe nur bedingt Linderung, gibt Reißer zu bedenken.

Inwiefern sich durch den „Pakt für den Nachmittag“ Entlastungen ergeben, sei abzuwarten. „Wir wissen noch nicht, wie das ausgeht.“ Aber da das Land in den Modellschulen eine Betreuung bis 14.30 Uhr finanziere, ergebe sich wohl mehr Luft für die andere Betreuung. (aw)

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