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Längere Betreuung

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Von: Judith Köneke

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Die Koalition aus SPD und Grünen wollen die beitragsfreien Kitas. Doch sechs Stunden am Tag seien zu wenig und gingen an der Lebenswirklichkeit vorbei.

In der vergangenen Stadtverordnetenversammlung hat die Koalition aus SPD und Bündnis 90/Die Grünen den Antrag der CDU-Fraktion, der vorsah, den Magistrat mit der Umsetzung des beitragsfreien Kindergartens in Reinheim zu beauftragen, abgelehnt. Aber nicht, weil sie gegen den beitragsfreien Kindergarten ist, sondern sich der Magistrat bereits mit der Umsetzung befasst, teilt die Koalition mit.

„Für junge Familien ist ein gut ausgebautes und finanziell günstiges Betreuungsangebot von großer Bedeutung“, erläutert der Grüne Stadtverordnete und Vorsitzende des Ausschusses für Soziales, Gesundheit, Jugend, Sport und Kultur, Hans Menningmann. Dass die Landesregierung nur sechs Stunden Kindergartenbetreuung am Tag gebührenfrei stelle und dies als „regulären Kindergartenbesuch“ bezeichne, gehe an der Realität vorbei.

Heutzutage seien in vielen Familien beide Elternteile voll berufstätig und damit bedeute ein regulärer Kindergartenbesuch eine ganztägige Betreuung. Die durchschnittliche Betreuungsdauer liege in den hessischen Kindergärten bei siebeneinhalb Stunden am Tag. Berufstätige Alleinerziehende beispielsweise kämen in den Plänen der Landesregierung gar nicht vor.

Geht es nach dem Willen der CDU Reinheim, wird der Regelkindergartenbesuch in Reinheim ab Sommer komplett gebührenfrei, heißt es in einer Mitteilung. Einen entsprechenden Antrag haben die Christdemokraten für die nächste Sitzung der Stadtverordnetenversammlung gestellt.

Damit möchte die Partei die Vereinbarkeit von Familie und Beruf einen Schritt vorantreiben und die Eltern finanziell entlasten. CDU-Fraktionsvorsitzende Corinna Philippe-Küppers fordert, dass zusätzlich eine Gebührenfreistellung über diese sechs Stunden hinaus gewährt werde. „Ein Ganztagsplatz in einer städtischen Kita kostet in Reinheim zurzeit 124 Euro im Monat. Durch das Land Hessen wird die Stadt Reinheim künftig 135 Euro pro Kind an Landesmitteln erhalten, daher kann hier der Anteil der Eltern ersatzlos entfallen.“

Die endgültige Entscheidung zum beitragsfreien Kindergartenplatz fällt am 19. Juni in der Stadtverordnetenversammlung. 

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