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Die Kunst der Räume

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Von: Lara Feder

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Der erste Teil der Ausstellung der Künstlerkolonie öffnet

Das Museum Künstlerkolonie hat seine Türen für den ersten Teil der Sammlungsneugestaltung „Raumkunst – Made in Darmstadt“ geöffnet. Der zweite soll im Sommer 2018 folgen. „Nicht mehr chronologisch, sondern anhand thematischer Schwerpunkte präsentiert die Ausstellung den Besuchern das innovative Schaffen und die kreativen Leistungen der Mitglieder der Künstlerkolonie Darmstadt (1901 – 1914) am Beginn des 20. Jahrhunderts“, kündigt Pressesprecherin Nora von Sulecki an.

Der Titel „Raumkunst – Made in Darmstadt“ soll sich auf das Ziel der Künstlerkolonie-Mitglieder, mit ihren Projektentwürfen eine Durchdringung von Kunst und Alltag zu erreichen, beziehen: Die einzelnen Objekte sollten nicht nur ästhetisch gestaltet sein, sondern im Zusammenspiel – als Teil komplett durchgestalteter Raumarrangements – zu einem Gesamtkunstwerk verschmelzen. Sichtbar wird diese Idee anhand mehrerer Raumensembles. Eine dieser besonderen Raumkompositionen ist das auf der ersten Internationalen Ausstellung für moderne dekorative Kunst 1902 in Turin ausgestellte „Turiner Schlafzimmer“ von Joseph Maria Olbrich.

Die Sammlungspräsentation verdeutlicht mit ausgewählten Beispielen, wie außerordentlich erfolgreich nicht nur Olbrich, sondern auch andere Mitglieder der Künstlerkolonie mit raumkünstlerischen Werken und Gebrauchsgegenständen in Paris (1900), Turin (1902) und St. Louis (1904) vertreten waren. Deutlich wird, dass insbesondere die Künstlerkolonie-Ausstellung von 1901 wesentliche Maßstäbe zur Entwicklung der Kunstreform und des Ausstellungswesens am Beginn des 20. Jahrhunderts gesetzt hat und so entscheidend zum positiven Wandel in der Rezeption der Herkunftsbezeichnung „Made in Germany“ beitrug. laf

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