Darmstadt

SPD kritisiert Trip nach Texas

Eine Delegationsreise in die Partnerstadt San Antonio kostet die Stadt nach Angaben von Oberbürgermeister Jochen Partsch für fünf von 29 Teilnehmern 9500 Euro.

Eine Delegationsreise der Stadt nach San Antonio in Texas stößt bei der Darmstädter SPD auf Kritik. Eine 29-köpfige Gruppe mit Oberbürgermeister Jochen Partsch an der Spitze ist am vorigen Samstag für sechs Tage in die Darmstädter Partnerstadt geflogen. Neben Partsch nehmen an der Reise auch dessen Frau, die Bundestagsabgeordnete Daniela Wagner, Sozialdezernentin Barbara Akdeniz und ihr Mann, der Fraktionsvorsitzende Yücel Akdeniz (alle Grüne), teil. Zur Delegation zählen auch führende Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft, Sport und Kultur wie Marie-Luise Wolff, die Vorstandsvorsitzende des Versorgungsunternehmens Entega, Hans Jürgen Prömel und Ralph Stengler, die Präsidenten der Technischen Universität und der Hochschule Darmstadt, oder der Astronaut Thomas Reiter als Vertreter der Europäischen Raumfahrtagentur.

In einer Kleinen Anfrage will nun die SPD-Fraktion den Zweck und die Kosten der Reise hinterfragen. Fraktionssprecher Michael Siebel sagte der FR, er sei „keineswegs traurig“ darüber, dass er oder ein anderes SPD-Fraktions- oder Magistratsmitglied nicht an der Reise teilnehme, weil man die 2017 vereinbarte Städtepartnerschaft ohnehin skeptisch betrachte. Gegenüber dem „Darmstädter Echo“ bezifferte Partsch die Kosten für Flug und Unterkunft auf etwa 9500 Euro für die fünf Teilnehmer, die in einem Dienstverhältnis zur Stadt stünden. Dies seien neben ihm Stadträtin Akdeniz, Michael Kolmer, der Leiter des Amtes für Wirtschaft und Stadtentwicklung, Patricia Latorre, die Leiterin des Amtes für Interkulturelles und Internationales, und Kulturreferent Ludger Hünnekens.

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