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Die Gemeinschaftsunterkunft für die geflüchteten Menschen befindet sich in der Stadt Griesheim westlich von Darmstadt.
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Die Gemeinschaftsunterkunft für die geflüchteten Menschen befindet sich in der Stadt Griesheim westlich von Darmstadt.

Griesheim

Kritik an Schließung eines Flüchtlingsheims in Griesheim

  • Jens Joachim
    VonJens Joachim
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In Griesheim soll eine Flüchtlingsunterkunft geschlossen werden. Der Arbeitskreis Asyl spricht von einer „überstürzten Aktion“ des Landkreises Darmstadt-Dieburg.

Der Arbeitskreis Asyl in Griesheim hat die vom Landkreis Darmstadt-Dieburg angekündigte Schließung einer Unterkunft für 84 geflüchtete Menschen als „überstürzte Aktion“ kritisiert. Nach Angaben des Kreises soll die Unterkunft B5 an der Bunsenstraße Ende August geschlossen werden. Vorgesehen sei, etwa 15 bis 20 Menschen in einer anderen Einrichtung in Griesheim unterzubringen, sagte Kreissprecher Stefan Weber der FR. Dabei handele es sich zum einen um Paare mit Kindern, die in Griesheim zur Schule gingen oder die in Kitas betreut würden. Zudem könnten auch Menschen in der Stadt westlich von Darmstadt wohnen bleiben, die dort eine Arbeitsstelle hätten.

Bei den von der Schließung betroffenen Menschen handelt es sich überwiegend um alleinstehende Männer. Den anderen Geflüchteten, die nicht weiter in Griesheim bleiben können, sollen Unterkünfte in Pfungstadt, Weiterstadt, Bickenbach, Erzhausen und Seeheim-Jugendheim angeboten werden, so Weber.

Die Schließung der Griesheimer Gemeinschaftsunterkunft erfolge auch wegen weiter sinkender Zuweisungszahlen. Damit folge der Landkreis seiner Strategie, „teure Leerstände zu reduzieren, überschüssige Kapazitäten von Gemeinschaftsunterkünften abzubauen und dabei gleichzeitig die Bedarfe der Geflüchteten zu berücksichtigen“. Das Gebäude B5 sei überwiegend in Zimmer für drei Personen eingeteilt. Eine Unterteilung in kleinere Wohneinheiten seit baulich nicht möglich. Insgesamt betreibt der Kreis noch 87 Unterkünfte, in denen 1637 Personen wohnen. Derzeit bekommt der Kreis pro Woche drei Geflüchtete zugewiesen, die hauptsächlich aus Syrien, der Türkei und Afghanistan kommen.

Nina Corsten vom Asylkreis Griesheim teilte mit, grundsätzlich sei zwar nichts gegen die Schließung einzuwenden, weil die Unterkunft „in einem sehr schlechten Zustand“ sei. Weil die Betreuungskräfte jedoch eine „menschenfreundliche Umsetzung der Umzugsaktion“ in den nächsten sechs Wochen für „zu ambitioniert“ hielten, habe der Asylkreis eine Arbeitsgruppe mit dem Flüchtlingsamt unter Protest verlassen. An dem „überstürzten und erzwungenen Großumzug“ werde man sich nicht beteiligen.

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