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Kreisel bleibt Streitthema

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SPD und FDP kritisieren die hohen Kosten für den Bau eines Kreisels an der Heidelberger Landstraße/Ecke Reuterallee. Baubeginn soll 2017 sein.

Die SPD und die FDP in Darmstadt-Eberstadt kritisieren die Entscheidung der grün-schwarzen Koalition, am Bau eines Kreisels an der Heidelberger Landstraße/Ecke Reuterallee festzuhalten. Nach einer entsprechenden Vorlage, Mitte Dezember von der Koalition im Stadtparlament verabschiedet, steigen die Kosten für den Bau von 670 000 auf 850 000 Euro. In dieser Summe inbegriffen ist eine Teilsanierung der angrenzenden Reuterallee; sie macht 60 Prozent der Steigerung aus.

„Mit der Argumentation der Sanierung der Reuterallee wird versucht, die Kostensteigerung kleinzurechnen“, sagt Dagmar Metzger von der Eberstädter SPD. „Ein Projekt dieser Größe sollte einem sinnvollen Nutzen dienen“, erläutert Daniel Tauschmann, Vorstandmitglied der Eberstädter SPD. Er erinnert an eine Initiative der Koalition zur Umgestaltung der Heidelberger Landstraße im Ortskern. „Bereits im Sommer haben wir die Initiative begrüßt und für zeitnahe Umsetzung geworben“, sagt Oliver Lott, Vorsitzender der SPD-Eberstadt.

Derzeit sehe die Planung der grün-schwarzen Koalition diese Maßnahme für 2017 vor, nach der nächsten Kommunalwahl und mit bisher ungeklärten finanziellen Mitteln.

Mit der Forderung, die Katharinenstraße müsse Einbahnstraße bleiben, nimmt Andreas May, Ortsverbandvorsitzender der FDP, Stellung zum Kreisel. Aus Kreisen der Eberstädter CDU sei bekannt geworden, im Zuge des Baus werde eine Öffnung der Katharinenstraße für beide Fahrtrichtungen erwogen. „Die Belastung mit zweiseitigem Verkehr ist nicht nur unzumutbar für die Anwohner, sondern schlicht unmöglich“, so May.

Auch May kritisiert die hohen Kosten. „Geht man von Baukosten in Höhe einer Dreiviertelmillion Euro für den geplanten Kreisel und Betriebskosten von 5000 Euro pro Jahr für eine Ampelanlage aus, dann rechnet sich der Kreiselbau frühestens nach 150 Jahren“, so May. Für die Regelung des Straßenbahnverkehrs sei auch bei einem Kreisel weiterhin eine Ampel notwendig. (ers)

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