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Kreis nutzt Unterkunft

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Land braucht Platz für Flüchtlinge nicht.

Die im Groß-Gerauer Gewerbegebiet GG08 entstandene Flüchtlingsunterkunft wird nicht als Notaufnahme-Einrichtung des Landes Hessen, sondern als Gemeinschaftsunterkunft des Kreises Groß-Gerau genutzt. Das haben Landrat Thomas Will (SPD) und Erster Kreisbeigeordneter Walter Astheimer (Grüne) nach einer Sitzung des Verwaltungsstabs Asyl mitgeteilt.

Sprachkurse direkt vor Ort

Dort werden ab sofort Flüchtlinge untergebracht, die im Rahmen der wöchentlichen Zuweisung in den Kreis kommen. Sie sollen in den neu errichteten Hallen bleiben, bis in den Städten und Gemeinden geeignete Plätze in kleineren Einrichtungen oder Wohnungen zur Verfügung stehen. Diese Art der Nutzung sei mit der Stadt Groß-Gerau abgesprochen. Sie sei möglich geworden, weil im Land jetzt genügend Notaufnahmeplätze zur Verfügung stünden.

Die Einrichtung wird im Auftrag des Kreises von der Firma „Saxonia“ (Leipzig) betrieben. Ursprünglich als reines Catering-Unternehmen tätig, verfüge man dort mittlerweile über viel Erfahrung und die nötige Sensibilität im Betrieb solcher Unterkünfte. Saxonia ist auch für den Sicherheitsdienst und die Erste-Hilfe-Station zuständig.

In Groß-Gerau gebe es mehrsprachiges Personal. Auch für sozialpädagogische Betreuung sei gesorgt. Obwohl die Einrichtung für die Unterbringung von bis zu 500 Personen in Acht-Bett-Zimmern ausgelegt ist, rechnet der Kreis nur mit einer Höchstbelegung von 400 Menschen, um Rücksicht auf familiäre Strukturen und Herkunftsländer nehmen zu können. Geplant sei auch, direkt in der Unterkunft Sprachkurse anzubieten.

Will und Astheimer weisen zudem darauf hin, dass die im September in Biebesheim eröffnete Erstaufnahme-Einrichtung des Landes spätestens Ende März geschlossen wird. (ers)

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