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Darmstadt-Dieburg

Kreis macht Druck auf Pflegeverband

Mit breiter Mehrheit fordert der Kreistag Darmstadt-Dieburg vom Zweckverband Senio, ab dem Jahr 2011 keine Verluste mehr vom Pflegedienstleister Gersprenz zu übernehmen. Ursprünglich sollte dies sogar schon fürs Jahr 2010 gelten.

Die Geduld der Kreispolitik mit der defizitären, ortsübergreifenden Gersprenz- und Senio-Altenpflege ist offenbar zu Ende. Mit breiter Mehrheit formulierte der Kreistag Darmstadt-Dieburg am Montagabend die Forderung an den Zweckverband Senio, ab dem Jahr 2011 keine Verluste mehr vom Pflegedienstleister Gersprenz zu übernehmen. Ursprünglich sollte dies sogar schon fürs Jahr 2010 gelten, doch so enge Daumenschrauben wollte die Kreispolitik dann doch nicht anlegen.

Gersprenz und Senio würden ihr Geschäftsfeld gern ausweiten. In einem kürzlich verabschiedeten Strategiepapier sieht der Zweckverband vor, seine Dienste in den Westen des Landkreises auszudehnen und den Einstieg in die ambulante Pflege zu ermöglichen. Das sehen viele Kreispolitiker kritisch. Der Landkreis als größter Anteilseigner im Pflegeverband will die hohen Zuschüsse aus Steuergeldern schon jetzt nicht länger tragen, an eine Erweiterung der Leistungen des Zweckverbands ist von dieser Warte aus gar nicht zu denken. Brigitte Hardt (Grüne) sieht eine Gleichbehandlung von Ost- und Westkreis daher weniger in der Ausdehnung von Gersprenz und Senio in den Westen, sondern eher im gänzlichen Rückzug des Kreises aus der Pflegeheimgemeinschaft. Dieses Position vertritt auch der CDU-Finanzexperte Erhardt Zachertz.

Dagmar Wucherpfennig (SPD) bedauerte, dass Senio das Strategiepapier ohne Abstimmung mit dem Kreis verabschiedet hat. "Hier wurde eine Chance für einheitliches Vorgehen vertan." Sie erneuerte die Forderung des Kreises nach mehr Einfluss auf die Entscheidungen des Senio-Parlaments, um "Schlaglöcher und Unebenheiten zu umgehen." (piz)

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